Druckschrift 
1 (1841)
Entstehung
Seite
20
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selbst die entblätterten Bäume schienen zu lächeln unterder goldenen Sonne. Und die junge Gattin weinte nichtmehr, sie war bei ihm, den sie liebte — 'sie war sein ansimmer. Das Uebrige vergaß sie. Die Hoffnung — dassechszehnjährige Herz — sprachen glänzend durch die Rothe,die ihre schönen Wangen überzogen hatte. Des jungenGa-tten offenes und männliches Angesicht strahlte vorFreude. Wie er vom Wagcvfcnstcr aus Caleb mit derHand zuwinkte, klatschte der Postillon mit der Peitsche,der Diener setzte sich ans dem äußern Hintersitz zurecht,die Pferde zogen in raschem Trott an — der Geistliche sahsich allein!

Sich vermählen ist gewiß ein Ereignis; im Leben ;Andere zn tränen ist für einen Geistlichen ein sehr ge-wöhnliches Vorkommniß; und doch begann von diesemTage an in der Stimmung und in den LebenSgewohnhei-ten Caleb Price's ein großer Wechsel vorzugehen. HastDu, mein freundlicher Leser, Dich jemals eine Zeitlangruhig in das faule Behagen eines einförmigen Landlebensbegraben? Hast Du Dich je schon allmählig gewöhnt anseine Eintönigkeit, und Dich vertrant gemocht mit seinerEinsamkeit; und hast Du, gerade zn der Zeit, wo Dudie große Welt — dies mare maxnnm, das in der Fernetost und braust, halb vergessen hattest, in Deiner fried-lichen Zurückgezogenheit einen Besuch bekommen, vollvon-dem geschäftigen und aufgeregten Leben, das Duselbst mit voller Genugthnung verlassen zu haben wähntest?Wenn dies ist, hast Du nicht bemerkt, daß Du in dem