Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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Meinung in einem Schwall von Worten den Siegzu verschaffen.

In den mehr populären Schriften Mills bemerktman einen hohen Ernst, der mehr streng als genialerscheint, und die Menschen mehr aus dem Schlech-ten herausgeißelt und heransschilt, als zum Gutenheranlokt. Vielleicht ist diese Darstellungsart diegeeignetste für eine» Mann von tiefer moralischerUeberzeugnng, der in unserer Zeit und in unseremgegenwärtigen Gesellschaftznstand schreibt. Dieselbeentspricht aber auch, wie es scheint, am Besten sei-nem eigenen Gemüthzusland, denn er scheint fürdie schlimme Seite unseres Schiksals empfänglicherzu sein als für die bessere Seite desselben. Er warntuns eher vor den Irrthümern, die uns unglüklichmachen könten, als daß er uns mit dem Glauben ans-riistete, cs gebe Mittel zu einem positiven Glük; er hoftnicht genug von der menschlichen Natur; an die Be-rechnung ihrer Kräfte heftet sich bei ihm etwas Nie-derschlagendes und Unerhebendes. Er verdüstert dieGegenwart, .indem er sie an die Vergangenheit ver-weist, nnd erhellt sie nicht durch eine fröhliche An-ticipation der Zukunft; er verleidet uns mehr dasLaster, als daß er uns zur Tugend entsiamte; esfehlt ihm an der göttlichen Gabe des Sehers, nndaus seinen Schriften werden wir, bei all deren Tref-lichkeit, nie zu dem Gefühl geleitet

Wie viel wir größer sind, als uns bewust ist."