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wenn es auch für die Meingen selbständigen Gemü-ther kein Anreiz wäre, Kunst oder Wissenschaft umihrer selbst willen zu kultiviren, doch, was von weitgrößerer B-dcutuug ist, unter der Masse jene allge-meine Neigung für Knust und Wissenschaft erzeu-gen, die wir stets als Folge wahrnchmen, wo sichan irgend einen Zweig der menschlichen Bildung einhoher materieller Lohn knüpft ch. Der beste Theildes berühmten Werkes von Helvetius ist derjenige,welcher nackweist, daß die Ehrenbezeugungen desStaats die Achtung des Volks für den geehrte» Ge-genstand bestimme» und daß die allgemeine Rich-tung der Geisteskraft uad Genialität der Achtung,worin dieselben bei dem Volk stehen, entspricht. „Dergleiche Wunsch nach Ruhm," sagt er, „welcher in
„Aber/' rufen Einige, „diese Pairicn würden daSGeschenk der blosen Hofgunst sei»/' Ich zweifledaran. Wo immer ein Talent sich Bahn in unsreAristokratie bricht, wird dasselbe zwar, da es ihm andein uöthjgen Vermögen feült, die neue Würde glän-zend durchzusühren, xrostituirt, aber es ist in derRegel das ausgezeichnetste Talent seiner Art. Wen»ein Krieger, ein S«manu, ein Rcchtsgelelirter,ein Redner den Weg i» das Oberhaus wirklicherklimt, nicht erkauft, so ist er in der Regelwirklich der beste Krieger, Seemann, Rechtsge-lehrte oder Redner seiner Zeit. Dies würde wahr-scheinlich noch mehr der Fall bei Männern sein,deren Geist weniger die lauten Interessen der Weltdnrchstöbert und über deren Verdienst Europa derRichter wäre.