2Z
spiel Hamlet, „mit Weglassung der Nolle Hamlets,
selbst auf besonder» Wunsch"-des hohen Adels!
! Da jedoch die Censur bcibehalten und die Poli-tik noch lange vom Theater verwiesen bleiben wird,so wollen wir streben, uns mit den großen Borthei-len zufrieden zu geben, die hoffentlich, eh ein Jahr! vorübergeht, für die Bühne zu Stand gebracht sein
! dürften. Infolge des einen, bereits durchgegangenen
Gesezzes werden sich die Autoren über das Pekuniärenicht mehr zu beklagen haben; jedes begünstigte, sichauf dem Repertoire erhaltende Stük wird, indem es! ihnen bei jeder Ausfühtung einen gewissen Abwurf
! gewährt, eine Quelle bleibenden Einkommens für sie
j sein. Einige der besten Schriftsteller unsrer Zeit
! (denn oft sind die besten die ärmsten) werden daher
Lust bekommen, für die Bühne zu schreiben, undzwar nicht blos für den Genuß einer Stunde, son-! der» für dauernden Nachruhm. Infolge des zweiten
l Gesezzes, das hoffentlich bald durchgehen wird "), er-
! hält jedes Theater die Erlaubniß, eigentliche Schan-
^ spiele aufzuführen; cs wird daher nicht an Kouknr-
! renz unter den Theatern fehlen, und kein Grund
zur Klage über die unverhältnismäßige Größe der-selben vorhanden sein. Es wird Säle genug und> von jeder Große geben. Dabei werden, meiner An-sicht nach, gleichwvl die beiden großen Theater diewichtigsten und einflußreichsten bleiben. Das Mono-
P Das Oberhaus hat dieses Gesez verworfen.
's