Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
21
Einzelbild herunterladen
 

ri

- sie zu einer frühern Zeit erschienen, eine hohe undbleibende Stelle auf der Bühne eingenommen habenwürden. Die Stükke des Herrn Knowles *), wennauch einst von den Kritikern über Verdienst angc-! priesen und vielleicht etwas entstellt durch Nachah-mung der altern Dramatiker, beurkunde» eine be-deutende Herrschaft über de» Bühnemffekt und ste-hen, mit Ausnahme der Chefs d'öuvrc Viktor Hügvs,unleugbar über den gleichzeitigen Schauspielen derFranzose».

Ucbcrdies wurde die Mehrzahl unserer Dichtnn-gen im Fach des Romans mehr nach dramatischenals epischen Regeln niedergeschricben und zeugen für! ein umfangreiches Talent für die Bühne, wären dieVerfasser ermuthigt worden, dasselbe in diese Anwen-dung zu bringen. So gehen denn endlich dem Thea-ter gute Dramen ab, aber die Zeit deutet auf keinenMangel an dramatischem Talent. Last uns mithindas Beste hoffen, aber erwarten wir nicht zu früheine Verwirklichung unsrer Hofnungen. Die poli-tische Aufregung unsrer Tage ist den Künsten beson-ders nachtheilig: sind die Leute emsig über ein Ge-schäft her, so fühlen sie kein« sonderliche Begierdenach Unterhaltung. Die Hanptursache, warum dieAthener, stets in einem Meer von politischen Hän-deln, doch stets so gern ins Theater gingen, lagdarin, daß das Theater selbst bei ihnen po-

") Schauspieler am Drurplanelhearer.