Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
Seite
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ein Heer von fernen, süßen Andenken beschleicht uns.Das Rad steht still, das Ruder ist gehemmt; derMühe und Arbeit der Gegenwart plötzlich entrissen,werden wir neu geboren und leben von Neuem.Wie jene Geheimschrift ihre dem Anschein nachauf ewig erloschenen Buchstaben wieder hervortre-ten läßt, wenn man darauf haucht, so kann dasGedäcktniß Bilder, die Jahre lang unsichtbar ge-blieben sind, wieder in's Leben rufen; aber wäh-rend wir noch darauf schauen, weicht der Hauchvon der Oberfläche, und was noch eben so lebendigwar, ist im nächsten Augenblick abermals zum leerenBlatt geworden!

Sonderbar," hob Aram an,so oft ichan diesem Fleck saß und hinaus sah auf die Land-schaft, kam mir doch früher nie eine Aehnlichkeitmit dem Schauplatz meiner Kinderjahre zu Sinn,die mir jetzt auf einmal in ihr zu liegen scheint.Ja, dort in jener Hütte mit den Maulbeerbäumenvorne und dem Obstgarten, der sich nach hinten zuansdehnt, bis seine Grenze, so wie wir jetzt stehen,in's Gehölz übcrzugehen scheint, könnte ich mirverstellen das Hans meines Vaters vor mir zuhaben. Die Banmgruppe dort zur Rechten könntemich unschwer zum Glauben verführe», als schauteich auf das kleine Dickig, in welchem ich, von derersten Leidenschaft der Lernbegierde ergriffen, dielangen Sommertage hindurch über dem drei Mal