Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
Seite
155
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oder Lebewohl! Wenn soll, ich jetzt noch glauben,daß Du mich wirklich liebst?"

Aber," fuhr sie fort, indem sie auf sein An-gesicht schaute, das in der nunmehrigen Abgespannt-hcit die wilden Bewegungen andeutete, die nocheben in seinem Innern getobt hatten, aber Him-mel! Geliebter, wie blaß Du aussiehst; Du bistermüdet; gib mir Deine Hand, Eugen sie isttrocken und dürr. Komm in's Haus; Du mußtder Ruhe und Erfrischung bedürfen."

Ich bin besser hier, meine Madeline Luftund Sonne beleben mich wieder. Laß uns dort andem Geländer niedersitzen. Doch du wolltest iudie Kirche? Das Geläut ist zu Ende."

»Ich fürchte, ich könnte jetzt dem Gottesdienstwenig Aufmerksamkeit widmen," erwiederte Made-line.Du müßtest Dich denn wohl genug fühlen,mit mir in die Kirche zu gehen."

In die Kirche!" rief Aram mit halbemSchauder,nein; meine Gedanken sind jetzt nichtfür's Gebet gestimmt."

Dann gib deine Gedanken mir, und zur Er-wiederung will ich für Dich beten, che ich michzur Ruhe lege."

Mit diesen Worten schlang sie, mit der ge-wohnten unschuldigen Natürlichkeit ihres Beneh-mens, den Arm um den seinigen, und Beide gin-gen zu dem von Aram bczeichncten Geländer. Eswar ein kleines, ländliches Pfahlwerk mit herab-