Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
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ander überdrüssig, weil die Zurückgezogenheit sel-ber, zn welcher sie entflohen sind, sie übersättigtund erdrückt. Mir aber ist jene Freiheit, welcheniedere Gemüthcr Dunkelheit nennen, die wahreNahrung des Lebens. Nicht als Fremdling, son-dern als Priester tret ich in die Tempel der Na-tur; nichts kann mir die stillen erhabenen Altäreje entkleiden, denen ich meine Jugend geopferthabe. Und jetzt, was Natur, was Wissenschaft mireinst waren nein, nein, mehr, unendlich mehr,als diese, bist Du mir! O Madeline, ich glaube,es gibt nichts unter dem Himmel wie das Gefühl,das uns von Allem scheidet, was die große Men-schenheerde bewegt und dnrchströmt und herabwür-digt; das uns in Stand seht, auch die Zukunftunseres Lebens nach unserem Willen zn bestimmen,weil cs jede Abhängigkeit von Andern aufhebt, unduns, während die übrigen Erdenbewohner blindund bewußtlos von der Hand des Verhängnissesvorwärts gescheucht werden, zn alleinigen Herrenunseres Schicksals macht, lind durch die Vergan-genheit, die wir geleitet haben, uns befähigt, dieVerkünder unserer Zukunft zn werden!"

In diesem Augenblick stieß Madeline einenschwachen Schrei ans, und klammerte sich zitterndan Arams Arm. Verwundert und aus seiner Be-geisterung gerissen, sah er auf, und als er die Ur-sache ihres Schreckens gewahr wurde, schien auch