ich meine, ich werde Dir die Gedanken wohl nichtso gänzlich als ausschließliches Eigenthüm zugestc-hen," erwicderte Madeline scherzend, doch mithalbem Ernst.
„Madeline," sagte Aram mit feierlichem Ton,„es ist Dies eine Forderung, oon welcher meineLiebe selbst abhängt. Ans der Tiefe meiner Seelefleh ich Dich an, mir diese Bitte zu gewähren,buchstäblich zu gewähren."
„Wie? Das ist," — fing Madeline an. Datraf ihr Aug auf einen tiefen, dunkeln, unerklär-lichen Blick des wunderbaren Geliebten; sie wardvon einer plötzlichen Furcht, von welcher sie sichkeine Rechenschaft zu geben vermochte, überfallenund nur mit leiser, unterwürfiger Stimme setztesie hinzu: „ich verspreche Dir zu gehorchen."
Als ob eine Wucht von seinem Herzen genom-men wäre, heiterte sich Aram auf Einmal zurglücklichsten Stimmung auf. Er ergoß sich in einenStrom dankbaren Vertrauens, flammender Liede,der aus dem Andenken der erröthendeu, entzücktenMadeline die augenblickliche Angst, den schnell übersie gekommenen Schauder bald wieder wegschwemm-te, womit jenes Erstarren ihre Seele nnmillkühr-lich überwältigt hatte. Und wie sie nun durch deneinsamsten Theil deS waldigen Thals hinwandelten,er den Arm um ihren Leib geschlungen hielt, undseine leise, aber silbertönige Stimme jedem Atbem-zug, welchem die Aufhorchende einsvg, einen Zau-