Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
Seite
81
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Was doch, meine Madeline?"

Immer noch gibt es Angenblicke, wo ich keineMacht über Deine Gedanken habe; Augenblicke,wo Du Dich plötzlich von mir abwendest; wo Duin Dich selbst hinein Empfindungen finsterst, woranich keinen Anthcil habe, und welche das Bewußt-sein aus Deinen Augen, die Farbe von deinen Lip-pen zu rauben scheinen."

Wie," rief Aram hastig,so genau beobach-test Du mich?"

Kann Dich Das Wunder nehmen?" erwie-berte Madeline mit inniger Zärtlichkeit in derStimme.

Das mußt D» nicht, das mußt Dn nicht,"antwortete der Geliebte beinah zornig,ich kanneine zu genaue und unvermuthete Beobachtungnicht ertragen. Bedenk, wie lang ich Einfiedlerau eine strenge Unabhängigkeit meiner Gedankengewöhnt war, die keinen Wächter zuläßt und Nie-mand Rede stehen darf.. Ueberlaß es der Zeit undDeiner Liebe ihr unabwendbares Ziel zn erreichen.Fordere nicht jetzt schon zu Viel von mir, undmerke Dir, ich bitt Dich: so oft gegen meinenWillen eine der Launen, von welchen Du ebensprachst, mein Gemüth verfinstert, gib nicht daraufAcht, hör nicht darauf verlaß mich! Einsam-keit ist das einzige Heilmittel dagegen! Versprichmir Das, Liebe versprich."

Das ist eine harte Forderung, Eugen, »ndBulwer's Romane. III. tz