Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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öffentliche Meinung zu verachten oder ihr zu trotzen,aber eben so wenig buhlte er um sic oder schmeichelteer ihr. Wo er glaubte, die Welt müsse belächelt wer-den, da belächelte wo, sie müsse verachtet werde»,da verachtete er sic. Es gibt viele Fälle, in welchenein redlicher, gebildeter, hochherziger Mann ein weitbesserer Richter als die Menge darüber ist, was Rechtund was Unrecht scy; und wenn in solchen Angelegen-heiten er sich durch das Jauchzen oder Zischen derMenge in seiner wohlerwogenen Ansicht wankend machenläßt, ist er nicht drei Strohhalme Werth. Das Publi-kum, wenn inan sich ihm fügt, ist wie eine höchstverwünschte Klätschcrin, die ihre Nase in aller LeuteAnliegen hineinstreckt, woran sic Anthcil zu nehmenund sich darein zu mischen, kein Recht hat; und insolchen Dingen, wo das Publikum unverschämt ist, daverachtete und wies MaltravcrS seine Einmischungeben so stolz zurück, als er cs bei jedem einzelnenübcrmüthigcm Glieds des übermüthigcn Ganzen gc-than hätte. Es war jene Mischung von inniger Liebeund tiefer Achtung für das ewige Volk, und vonruhiger, leidenschaftsloser Verachtung gegen den lau-nenhaften Charlatan, das augenblicklime Publikum,was Ernst Maltravcrs zu dem originelle» und einsamstehenden Denker machte; und zu einem in Wahrheiteben so bescheidene» und wohlwollenden, als dem An-scheine nach hochmüthigcn und ungeselligen Mann.Pauperismus im Gegensatz zur Armuth," Pflegte er