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öffentliche Meinung zu verachten oder ihr zu trotzen,aber eben so wenig buhlte er um sic oder schmeichelteer ihr. Wo er glaubte, die Welt müsse belächelt wer-den, da belächelte — wo, sie müsse verachtet werde»,da verachtete er sic. Es gibt viele Fälle, in welchenein redlicher, gebildeter, hochherziger Mann ein weitbesserer Richter als die Menge darüber ist, was Rechtund was Unrecht scy; und wenn in solchen Angelegen-heiten er sich durch das Jauchzen oder Zischen derMenge in seiner wohlerwogenen Ansicht wankend machenläßt, ist er nicht drei Strohhalme Werth. Das Publi-kum, wenn inan sich ihm fügt, ist wie eine höchstverwünschte Klätschcrin, die ihre Nase in aller LeuteAnliegen hineinstreckt, woran sic Anthcil zu nehmenund sich darein zu mischen, kein Recht hat; und insolchen Dingen, wo das Publikum unverschämt ist, daverachtete und wies MaltravcrS seine Einmischungeben so stolz zurück, als er cs bei jedem einzelnenübcrmüthigcm Glieds des übermüthigcn Ganzen gc-than hätte. Es war jene Mischung von inniger Liebeund tiefer Achtung für das ewige Volk, und vonruhiger, leidenschaftsloser Verachtung gegen den lau-nenhaften Charlatan, das augenblicklime Publikum,was Ernst Maltravcrs zu dem originelle» und einsamstehenden Denker machte; und zu einem in Wahrheiteben so bescheidene» und wohlwollenden, als dem An-scheine nach hochmüthigcn und ungeselligen Mann.„Pauperismus im Gegensatz zur Armuth," Pflegte er