kämpfen; und die anmuthige und sprudelnde Geselligkeitseiner Gcmüthsart und seines Benehmens, die ihn infrüher Jugend zum Abgott seiner Zeitgenossen ans derSchule und im Kollegium gemacht, war längst ent-schwunden und hatte einer kalten, besonnenen, allesKleinliche verschmähenden, obwohl milden ZurückhaltungPlatz gemacht, welche die heitere Annäherung desgroßen Hansens allerdings eher zurückschcuchte. Aberobgleich er selten sprach und viel hörte, so fehlte cSihm doch nicht an Achtung und Ansehen, und obgleichkein Liebling der Cliquen und Parteien, hatte er sichdoch bei der großen Masse der Leute, welche immerdas Publikum und Gericht bildeten, an das in derLiteratur und in der Politik Maltravcrs sich wandte,in der Stille und in stets wachsenden Kreisen dasVertrauen zur Redlichkeit seiner Absichten, zur Unbe-stechlichkeit ftincr Ehre und zur prcbehaltigcn Beson-nenheit seiner Ansichten erworben. Er war sich be-wußt, daß sein Name sicher angelegt war, obgleich dieZinsen des Kapitals mäßig waren und langsam ent-gingen. Er begnügte sich, seine Zeit abzuwartcn.
Mit jedem Tag wuchs seine Anhänglichkeit an dieallein wahre Philosophie, welche den Menschen, soweites die Welt gestaltet, zu einer Welt fir sich selbstmacht; und auf der Höhe einer ru.i ei und klarenSelbstachtung fühlte er die Sonne über seinem Hauptehell scheinen, wenn unter ihm gehässige Welken feind-selig und düster sich lagerten. Er vermied cs, die