Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
127
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und dcm Ruf der Heiligkeit als sein nagendes Ver-langen nach hohem Rang entsprang ans einer un-mäßigen, krankhaften Verehrung der öffentlichen Meinungund ans dcm Wunsch nach weltlicher Ehre und Achtung,die, wie er wohl fühlte, seine Talente allein ihmnicht zu gewinnen vermochten. Aber im Grunde warer ein wohlwollender Mann mildthätig gegen dieArmen, rücksichtsvoll gegen seine Diener, und er hattein sich das Bedürfniß zu lieben und geliebt zu werden,eines der Bedürfnisse, wodurch die Atome des Weltallszusammcngckittct und in Einklang gebracht werden.Hätte Mrs. Tcmplcton Liebe gegen ihn an den Taggelegt, so hätte er leicht allen diplomatischen KünstenLumlcps getrotzt, hätte sich über alle weltlichen Nach-thcile getröstet, und wäre ein guter und selbst gefälli-ger und nachgiebiger Ehemann gewesen. Aber sicliebte ihn offenbar nicht, so eine bewundernswürdige,geduldige, umsichtige Frau sic auch war; und ihreTochter liebte ihn liebte ihn sogar so innig alssie ihre Mutter liebte; und der harte Weltmcnsch hättekein Königreich genommen als Preis für diese kleineQuelle reiner und immer aufs neu crgnickcndcr Zärt-lichkeit. So klug und scharfblickend Lumlcy war, ver-mochte er doch diese Schwachheit, wie er cs nannte,nie ganz zu durchschauen; denn wir kennen die Men-schen nie von Grund aus, wenn wir nicht mit denMenschen in all ihren natürlichen Empfindungen undRegungen zu sympathisiren vermögen; und die Natur

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