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Er hatte gesehen, wie gar häufig cs bei reichenMännern, die sich in vorgerücktem Atter vcrhcira-thcn, vorkoimnt, daß fic all ihr Vermögen einerjungen Wittwe und deren Kindern aus einer friihcrnEhe hintcrlasscn, wenn fic einmal Neigung für letz-tere fassen, und er spürte deutlich, daß er in dereigentlichen Neigung seines Oheims Tcmplcton einenziemlich schwachen Halt besaß. Dcßhalb beschloß er,so viel möglich, seinen Oheim seiner jungen Frau zu'entfremden — in der Hoffnung, wenn der Einfluß derGattin geschwächt werde, würde auch der des Kindessich vermindern; und Tcmplctons Eitelkeit und Ehr-geiz sich zu Verbündeten zu wecken, welche den Mangelan Bebe zu ihm selbst ersetzen sollten. Diese» gedop-pelten Plan verfolgte er mit meisterhafter Kunst undGeschicklichkeit. Zuerst suchte er sich das Vertrauen unddie Achtung der sanften, schwermüthigcn Mutter zugewinnen; und hierin erreichte er, bei ihrer cigen-thümlichen Arglosigkeit und Unerfahrcnheit, seine Absichtaufs vollständigste und glänzendste. Sein offenes Be-nehmen, seine ehrerbietige Aufmerksamkeit, die Kunst,womit er den Verdruß oder die üble Laune Mr. Tcmplc-tons von ihr abwchrtc, die Heiterkeit, die sein gefälligmunteres Wesen über ein sonst so trübseliges Haus ver-breitete — das Alles machte, daß die arme Frau seine Be-suche gerne sah und auf seine Freundschaft vertraute. Viel-leicht lear sie froh, daß die »öle-ü-iöles mit einem herbenund unfreundlichen Gatte» unterbrochen wurden, derVnlwcr's Romane, l-XV 9