so
heit einer rnhigcn Maschine hcrabzuflimmcn gesuchthatte, entschwanden vor dem Ausbruch furchtbarer undgebieterischer Leidenschaften, welche seine Seele be-stürmten. Man sage einem Mann mitten in der Fluthseiner Triumphe, er trage den Tod in sich: welcheKrisis des geistigen Lebens kann erschütternder undfurchtbarer gedacht werden?
Maltravers hatte, wie wir gesehen, wenig nachRuhm gefragt, bis der Ruhm von selbst in seine Nahegekommen war; dann aber hatten, mit jedem Schrittvorwärts, neue Alpen sich vor ihm erhoben. Jedeneue Hypothese förderte eine neue Wahrheit ans Licht,welche Beweis oder Vcrthcidigung erheischte. Mit-bcwcrbung und Nebenbuhlerschaft erhitzten sein Blut,und erhielten alle seine Geisteskräfte in vollster An-strengung. Er besaß den edlen Wcttcifcrsgcist derRennpferde; — immer in Thätigkcit, immer im Fort-schritt, angcfeuert durch die Spöttereien der Feindemehr selbst als durch den Beifall der Freunde, warihm das Verlangen nach Ruhm zur Gewohnheit desDascyns geworden. Wenn wir einmal in eine Lauf-bahn uns geworfen haben — was gibt cs für einenStillstandspunkt als das Grab? — wo ist die bestimmtabgeschnittcne Grenze jenes Ehrgeizes, der, wie derParadiesvogel, immer im Flug zu schweben scheintund nie auf der Erde ruht? Unsere Namen gewinnenkeine Festigkeit und Ruhe bis zu unserem Tod; dieGeister Dessen, was wir gcthan haben, werden unserespornenden Mahner — unsere peinigenden Rächer,