Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
90
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so

heit einer rnhigcn Maschine hcrabzuflimmcn gesuchthatte, entschwanden vor dem Ausbruch furchtbarer undgebieterischer Leidenschaften, welche seine Seele be-stürmten. Man sage einem Mann mitten in der Fluthseiner Triumphe, er trage den Tod in sich: welcheKrisis des geistigen Lebens kann erschütternder undfurchtbarer gedacht werden?

Maltravers hatte, wie wir gesehen, wenig nachRuhm gefragt, bis der Ruhm von selbst in seine Nahegekommen war; dann aber hatten, mit jedem Schrittvorwärts, neue Alpen sich vor ihm erhoben. Jedeneue Hypothese förderte eine neue Wahrheit ans Licht,welche Beweis oder Vcrthcidigung erheischte. Mit-bcwcrbung und Nebenbuhlerschaft erhitzten sein Blut,und erhielten alle seine Geisteskräfte in vollster An-strengung. Er besaß den edlen Wcttcifcrsgcist derRennpferde; immer in Thätigkcit, immer im Fort-schritt, angcfeuert durch die Spöttereien der Feindemehr selbst als durch den Beifall der Freunde, warihm das Verlangen nach Ruhm zur Gewohnheit desDascyns geworden. Wenn wir einmal in eine Lauf-bahn uns geworfen haben was gibt cs für einenStillstandspunkt als das Grab? wo ist die bestimmtabgeschnittcne Grenze jenes Ehrgeizes, der, wie derParadiesvogel, immer im Flug zu schweben scheintund nie auf der Erde ruht? Unsere Namen gewinnenkeine Festigkeit und Ruhe bis zu unserem Tod; dieGeister Dessen, was wir gcthan haben, werden unserespornenden Mahner unsere peinigenden Rächer,