aber hochherzige Jdealistin anznzichen vermochte. DieSelbstsucht seines Wesens offenbarte sich in allen Ge-danken, die ihr, wie er wähnte, als die erhabenstenerscheinen sollten. Acmter — Macht — Titel — allediese Zwecke waren niedrig nnd gemein in den Augeneiner Frau, die das Alles täglich zu ihren Füßen sah.
Zn einiger Entfernung heftete fortwährend derHerzog von * * * von Zeit zn Zeit seinen kalten Blickauf Florencc. Er liebte sic deßwcgcn nicht weniger,weil er sich nicht die Miene gab, ihr den Hof zu ma-chen. Er hatte etwas Großherziges in sich, nnd warfähig sie zu verstehen. Er ging endlich fort, unddachte ernstlich an Florencc als seine Gattin — nichtals Gattin für vertraulichen Umgang, Freundschaftund Liebe, sonder» als Gattin, die ihm die Last undMühe seines Standes abnehmcn, die ihm Ehre machennnd ihm einen Erben schenken sollte, von dem er sichdoch vertrauend sagen konnte, cs sey fein Sohn.
Voll von noch eitleren nnd kühneren Traumenwarf auch von seinem Winkel aus Castruccio Cäsariniseine Blicke auf die königliche Stirne der großenErbin. O gewiß! sic hatte eine Seele! sie vermochtehohen Stand zu verachten und den Genius zu ehren!Welch ein Triumph über de Montaigne — Maltravcrs —über alle Welt, wenn er, der übersehene Dichter, dieHand gewann, nach welcher die Magnaten der Erdevergebens seufzten! Für so rein und hochsinnig er sichselbst hielt, so war cs doch die Geburt nnd der Ncich-thum, was Cäsarini an Florencc anbctctc. Und