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Urtheil über Poesie; aber er enthält Empfindungen,die — die —" Mrs. Tcmplcton verstummte Plötzlichund Lumlcy nahmsruhig das Buch in die Hand.
„Ah," sagte er, den Titel aufschlagend — „meinFreund muß sich sehr geschmeichelt fühlen!"
„Ihr Freund?"
„Ja, dicß Buch ist, wie ich sehe, von Ernst Mal-travcrs, einem sehr vertranten Bekannten von mir."
„Ich würde ihn gerne einmal sehen," rief Mrs.Tcmplcton beinahe mit Lebhaftigkeit ans. — „Ich lesenur wenig; zufällig fiel mir eines seiner Bücher indie Hand, und cs ist mir dabei, als hörte ich einenthcncrn Freund mit mir sprechen. Ach! ich würde ihngerne einmal sehen!"
„Gewiß, Madame," sagte die Stimme einer drittenPerson in herbem und verweisendem Ton, „ich sehenicht ein, welchen Northcil cs Ihrer unsterblichen Seelebringen könnte, wenn Sic einen Mann sähen, dermüßige Gedichte schreibt, welche mir wenigstens inhohem Grade unmoralisch Vorkommen. Ich sah ebenheute Morgen in diesen Band hinein und fand nichtsdarin als Unrath — Licbcssonncttc und solches Zeug."
Mrs. Tcmplcton. antwortete nichts und Lumlcy,um dem Gespräch eine andere Wendung zu geben, daser etwas zu sehr im Geschmack des Ehestandes fand,sagte, etwas unbeholfen: „Sic sind sehr bald zurück-gckommcn, Sir."
„Ja, ich gehe nicht gerne im Rege» spazieren!"