Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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Gemach inne hatte, sich langsam wieder von ihrerOhnmacht erholt. Sie legte beide Hände an dieSchläfe, als wollte sie versuchen, ihre Gedanke» wie-der zusamnienzubringcn. Sic hatte ein schönes, un-schuldiges, beinahe kindisches Gesicht; und jetzt, alsein Lächeln darüber hinzuckte, lag etwas so Holdesund Rührendes in der Freude, welche cs über dicßAntlitz ansgoß, daß man sie nicht ohne lebhafte undbeinahe schmerzliche Thcilnahme arischen konnte. Eswar die Freude eines Wesens, das schon den Gramhat kennen lernen. Plötzlich fuhr sie auf und sagte:Nein also! ich träume nicht. Er ist zurückgckom-mcn, er ist hier Alles wird wieder gut werden!Ha, cs ist seine Stimme. O, Gott scy Dank, cs istseine Stimme!" Sie hielt inne, den Finger aufden Mund gelegt, das Haupt nicdcrgcbcugt. Einleiser, verworrener Ton von Stimmen erreichte ihrängstlich horchendes Ohr durch die dünne Thüre, welchesic von MaltravcrS trennte. Sie lauschte gespannt,aber sic konnte das Gesprochene nicht verstehen. IhrHer; schlug heftig.Er ist nicht allein!" murmelte sictraurig vor sich hin;ich will warten bis der Tonverstummt, dann will ich mich hinein wagen."

Und was war das für ein Gespräch, das in demSaale geführt wurde? Wir müssen zu Ernst zurück-kehren. Er saß noch da in derselben nachdenklichenStellung als Frau von St. Vcntadour cintrat. DieFranzösin crröthcte, als sie sich mit Ernst allein sah»nd auch dieser fühlte sich nicht behaglich und unbefangen.