Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
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Ein Vergnügen dieser Art ungefähr müssen Sie em-pfinden bei dem intellektuellen Ehrgeiz, wo der Geistder Wunderer in die Höhe ist."

Es ist nicht der Ehrgeiz, der den Genuß ge-währt," crwiedcrtc Maltravcrs,sondern dieser be-steht darin, daß man einen Pfad verfolgt, der unseremGeschmack znsagt und uns in kurzer Zeit durch Ge-wohnheit lieb geworden ist. Der Augenblicke, wo wirüber unser Werk hinansschancn und uns einbilden, wiewir unter ewigen Lorbeeren sitzen, sind wenige. Esist das Schaffen und Wirken selbst, ftp cS im thätigbewegten Leben oder in der Literatur, was nnS in-tcrcssirt und anfrcgt. Und am Ende nimmt ja dasTrockene der Arbeit selbst den vertranten Nci; einerGewohnheit an. Aber die geistige Thätigkcit hat nocheinen andern Reiz sic macht uns mehr vertrant mitunserem eigenen Wesen. Herz und Seele werdengleichsam Freunde und die Gefühle und Bcgchrungcnschmelzen in Eins zusammen; so sind wir nie ohneGesellschaft nie allein; Alles was wir gelesen, ge-lernt, entdeckt haben, wird »ns znr Gesellschaft. UndDas ist," setzte Maltravcrs hinzu,ein Genuß fürSolche, welche keine ihnen thcnrc Verhältnisse undVerbindungen mit der äußern Welt haben."

Und ist Das bei Ihnen der Fall!" fragte Va-lerie mit schüchternem Lächeln.

Ach, ja! und seitdem ich Eine Neigung über-wunden habe, Madame de St. Vcntadour, meine ichbeinahe, über die Fähigkeit zu lieben ganz hinaus zu