Erschlagenen, Freunden und Feinden; denn um sie hattesich bis zum Ende das heftigste Schlachtgewühl gesammelt,und sie ragten jetzt, beinahe einsam, in der erhabnen Ver-zweiflung des KriegSmutheS unter den Trümmern derSchlacht, dem unwiderstehlichen Schritte des Schicksalssich entgegenstemmend. Wie sie Seite an Seite dieseStelle erreicht hatten, und der gemeine Haufe der An-greifenden sich zurückzog, die Leichen der Todten ihnen alsletztes Bollwerk und Schutz gegen den Tod lassend, dakehrten sie sich in ihren Visiren gegen einander, wie zumletzten Lebewohl auf Erden.
„Vergib mir, Richard!" sagte Montag» — „vergibmir Deinen Tod; hätte ich nicht Clarence's unheilvollemBefehl so blinden Glauben geschenkt: der wilde Edwardwäre nimmermehr lebend durch den Paß von Pontefraktgekommen!"
„Klage Du Dich nicht an," versetzte Warwick. „Wirfind nur die Werkzeuge in der Hand einer Hähern Weis-heit. Gott segne Dich, mein Bruder. Wir lassen dieseWelt der Tyrannei und dem Laster. Christ nehme unsreSeelen auf!"
Einen Augenblick hielten sich ihre Hände gefaßt, undLatin trat elue schauerliche Stille ein.
Weit und breit, vorn und hinten, dehnte sich imGlanze der Sonne das siegreiche Heer aus, und dieseathemloie Pause zeigte genügend die Großartigkeit ihresWiderstandes — das erhabenste aller Schausviele, selbstin seiner schmerzlichen Hoffnungslosigkeit — den edel»