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„Gewiß. Ist es nicht zu meines Herrn Ehre?"
„Möge er es so finden!" sagte der Prälat, und ver-ließ das Zimmer.
„Mein priesterlicher Bruder ist ergrimmt," sagteder Graf lächelnd. „Schade, daß er nicht als Handels-mann geboren ist, er wäre gewiß ein harter und schlauerMäkler geworden. — Wahrhaftig unsre Priester verbren-nen die Juden aus Neid. Ach, m'nmie, wie schön Duheute bist! Mich dünkt, selbst JsabellenS Wange ist nichtso blühend!" Und der Krieger zog die Lady an sich undstreichelte ihr Haar und küßte zärtlich ihre Stirne. „MeinBrief quälte Dich, ich weiß es, denn Du liebst Edward,und tadelst mich nicht wegen meiner Liebe zu ihm. Esist wahr, das er nicht redlich gegen mich gehandelt hat,und daß ich ernste und herbe Plane hatte; — nicht gegenseine Krone, sondern nur: ihn seinem Schicksal zu über-lassen und in diesen Hallen meine- Aemter niederzulegen.Aber während er sprach und so herrlich anzusehen war,glaubte ich, seiner Mutter Angesicht zu sehen, und seinesthenren Vaters Stimme zn hören, und die Vergangen-heit drang auf mich ein, und aller Zorn war dahin. Daich selbst keinen Sohn habe, warum wollte er nicht meinSohn werden?" Des Grafen Stimme zitterte und dieThränen standen ihm in den dunkeln Augen.
„Sprich so, mein theurer Herr, mit Isabel, denn ichfürchte, ihr überkühner Geist —"
„Ach wäre Isabel sein Weib geworden!" Er hieltinne und trat weg. Dann, wie verlangend, den Gedan-