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Wie her König das Kreuz seines Schwertes hocherhob, fuhr jede Klinge aus ihrer Scheide und blitzte inder Lust; und die staubigen Banner wehten wie bei einemgewaltigen Windstoß, als, unter dem Klirre» der Waffen,von allen Seiten das Geschrei ertönte: „Lang lebe Evwardder Vierte! lang lebe der König!"
Die sanfte Gräfin hielt selbst während dieser auf-regenden Scene ihren Blick ängstlich auf Warwick gehef-tet, dessen Gesicht jedoch, oerschattet von den schwarzenFedern seines Helmes, dessen Vifir zwar aufgezogen war.Nichts verrieth, was in seinem Innern vorging. IhreTöchter waren stärker ergriffen; denn Jsabellcns Verstandwar nicht so verblendet von ihrem Ehrgeiz, daß nicht daskönigliche Wesen Edwards sich ihr mit einer feierlichen,lastenden Gewalt anfgedrungen hätte, die für den Augen-blick ihre verwegenen Hoffnungen zermalmte — War dießder Mann, untüchtig zum Herrschen? dieß der Mann,der freiwillig auf die Krone verzichten sollte? dieß derMann, dessen Nachfolger George von Clarence, ohneBrudermord, werden sollte ? Nein! hier sprach die Seeledes Ersten und des Dritten Edward! Hier schüttelte sichdie Mähne, hier glühte das Auge des unbezähmbaren Löwender erhabenen Plantagenets! Und dieselbe Ileberzeugung,sanfteren und heiligeren Kummer erweckend, lebte im Her-zen Anna'S; sie sah, wie zum ersten Mal, klar vor sich denentsetzlichen Feind, mit welchem ihr unglückseliger undgeliebter Prinz um seinen Thron zu ringen hatte. Ingrellem Contrast mit dieser Gestalt in der Vollkraft derBulwer's Romane. (,'VI tz