„Hastings," begann er auf einmal, „vor wenigenStunden noch starrte die Erde von Sperren! Seht jetztdiese Landschaft!"
„So verschwinden alle Feinde des Königs!"
„Ja, Mann, ja — wenn auf des Königs Wort odervor des Königs Streitart! aber auf den Befehl einesUnterthanen — Nein, ich bin nicht König, so lang einAndrer Heere zerstreut in meinem Königreiche, mit seinembloßen Willen. Beim Himmel, dieß soll nicht so bleiben!"
Hastings betrachtete Edwards Gesicht, das statt leut-seliger Schönheit den Ausdruck entsetzlicher, drohenderHeftigkeit angenommen hatte, mit Gedanken, wie sie seinertiefen und schwermülhigen Klugheit gemäß waren. „Wiewenig nützen einem Menschen seine Tugenden in den Au-gen der Menschen!" dachte er. „Der Unterthan rettetdie Krone, und der Träger der Krone verzeiht nie dieseAnmaßung!"
„Ihr sprecht nicht, Sir!" rief Edward gereizt undungeduldig. „Warum starrt Ihr mich so an?"
„Großmächtiger Sire," erwiederte der-Günstlingruhig, „ich suchte zu entdecken, ob Euer Stolz gesprochen,oder Eure edlere Natur!"
„Still!" sagte der König verdrießlich, — „das Edelstein der Natur eines Königs ist sein Stolz als König!"Wieder schritt er im Zimmer auf und ab und wieder blieber stehen. „Aber der Graf ist in seine eigene Schlingegefallen — er hat in meinem Namen versprochen, wasich nicht erfüllen will. Mögen die Leute erfahren, daß
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