Druckschrift 
6 (1843)
Entstehung
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

79

Nationen zu bringen; und obgleich dießmal noch Mar-wick Dir die Flucht und das Leben gönnt, sollst Du dochwissen, daß, wenn Du noch einmal frevelst, ich Dich nurals des Königs Minister behandeln werde. Die Schuldzwischen uns ist jetzt getilgt. Dort liegt der Pfad, derzum Walde führt. Lebe wohl! Doch halt noch! viel-leicht hat Dich Armuth zum Hochverrath verleitet!"

Armuth," unterbrach ihn HilyardArmuth,Lord Marwick, führt Einen dazu, mit den Armen zu füh-len, und daher habe ich nichts mehr mit Reichthümern zuschaffen." Er hielt inne und seine Brust arbeitete schwer.Und doch," fuhr er fort,jetzt, nachdem ich die Feigheitund Undankbarkeit der Menschen gesehen habe, scheint esmir, mein Beruf sei) zu Ende und mein Geist zermalmt."

Ach!" sagte Marwick,reich oder arm Undank-barkeit ist das Laster der Menschen; und Ihr, der Ihrdarunter gelitten habt von Seiten des Pöbels, droht mirdamit von Seiten eines Königs. Aber Jeder muß sichselbst seinen Pfad bahnen durch diese Welt, ohne allzuvielum Beifall oder Tadel sich zu bekümmern; und das Grabist der einzige Richter über das Gedächtniß des Sterb-lichen!"

Robin schaute scharf in des Grafen Gesicht, welchesdüster und finster war, wie er so sprach, und näher zu ihmhinreitend, sagteer:Lord Marwick, ich nehme Lebenund Freiheit um so williger von Euch an, weil eineStimme, die ich nicht zu mißverstehen glaube, mir sagtund längst schon gesagt hat, daß früher oder später die