Druckschrift 
10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
Entstehung
Seite
507
Einzelbild herunterladen
 

namentlich Hollands und Englands, die Kaiserin bewogen hat, die Ausweisungaufzuschiebsn. Die Relation bei Bodenschatz (a. a. O.) sagt zum Schluß:man berichtet: als habe die kaiserl. Gnade oben erwähntes Emigrationsediktauf Vorbitte einiger Potenzen und sonderlich beider Seemächte nunmehro zu-rückgezogen und ihnen erlaubt, im Lande zu bleiben." Pelzel, Geschichte derBöhmen (zu Ende des Jahres 1744):Sie, (die Juden! fanden an derRepublick Holland, am König von England und andern Mächten Fürsprache,deren Botschafter dringende und rührende Vorstellung machten". Dilsrr: (a. a.O.): Dt sninr tmotiirri istuct g,t) sis (^rrässis) srro intsrosssu uvsitsruirt^.nZliss, Do1Ia.iiäis.s nlisrnm ^ulurrrna uutorss.

Schließlich sei hier noch die chronologische Reihenfolge der in der Streit-sache gegen Eibeschütz erschienenen Pylemica und ihre Autorschaft angegeben.Meines Wissens ist diese bibliographische Arbeit noch nicht kritisch unternommenworden. Es ist auch schwer, in die selten gewordenen Streitschriften Einsichtzu nehmen. Einige derselben sind ohne Jahresangabs erschienen.

1) mus n-M, kurze Erzählung der Vorfälle bezüglich der Nmulete inHamburg und der Verfolgung gegen Emden, wohl von diesem selbst verfaßtMonat August 1751 (nniip), Handschrift geblieben, gegenwärtig in OxDooct. tisdr. 2190.

2) o",v nirx, Emdens Sendschreiben an die polnischen Synoden mit derAufzählung der Wirren, ferner Antwortschreiben des Synodalvorsitzenden,Abraham.aus Lissa, und eine Warnung aus Jaroslaw, ä. ci. Llurotrs-solivs.li Oktober 1751. Diese Piecen sind in die Schrift opp'a nn? (w. u.)übergegangen.

3) owip.-i nun. Es ist die erste Schrift, die Emden in Amsterdam währendseiner Emigration dahin in Folge der Streitigkeiten verfaßt hat. Sie ist,namentlich zum Schlüsse, gegen Eibeschütz gerichtet und vollendet AdarMärz 1752. Amsterdam sAltonas, 4.

4) n>un7 hv zivil nrm nrv, eine Sammlung der verketzerten Amulete undCorrespondenzen gegen Eibeschütz, erschienen im Sommer in Amsterdam (?)1752, wie aus der Anzeige in den Mecklenburgischen Gelehrten Nachrichten(o. S. 501) hervorgeht.

5) .mnnx .-m-mn, Aufforderung Josua Falk's an Eibeschütz, sich demUrtheile des Schiedsgerichts zu unterwerfen, wahrscheinlich 1752 gedruckt,aber sins anno.

6> rnmv nwipron, eine Fortsetzung der Urtheile von 4 Rabbinen mitnoch anderen Piecen über Eibeschütz, erschienen sAltona 1753^. Der Sammlerdieser und der vorhergehenden Schrift war nicht Emden, sondern JosephPräger, sein Parteigänger. S appw nnp, p. 22 a.: ipap (s"'i) uiv irrm inu pimrio, d. h. i'i'/is i.

7) aipp nr'pp von Emden, auf das Eibeschützens Anhänger in Emdens Be-hausung gefahndet haben (das. 17t>) ist um 1753 angeblich in Amsterdam, wahr-scheinlich in Altona erschienen; es enthält nicht viel Thatsächliches.

8) ll'rp Protokoll über Zeugenvcrhör bezüglich der Vergehungen

der Sabbatianer und Schreiben mehrerer Rabbinen in der Eibeschütz' Emden-schen Streitsache. l753 (in Amsterdam?)

9) rn? rnmi von Eibeschütz, beendet 18. Tcmmus 20. Juli 1753. Erst mitdem Erscheinen dieser umfangreichen Schrift begann die Polemik heftiger zuwerden. Gedruckt in Altona 1755. 4.