verrätherischen Papier anzuvertranen. Der Zufall brachte indeß kabbalistischeAnsichten Eibeschützcns an's Licht. Mein gelehrter Freund, Hr. I. Mises, ent-deckte einen handschriftlichen Codex, dessen Vers, oder Sammler ein JüngerEibsschützens war: Simon Buchhalter in Petersburg (unter dem Titel vgbauch vbix ov): s. Mises, Darstellung der jüdischen Geheimlehre I, S. 7.Dieser Codex ist Eigenthum meines geehrten Freundes, Hrn. Or. Jellinek inWien, der ihn mir zuvorkommend zur Benutzung übergeben hat. DieserSimon Buchhalter stellte 1748 Alles zusammen, was er von Eibeschütz mündlichund schriftlich (im Anfang einen Dialog) über Kabbala und Philosophiezwanzig und mehr Jahre vorher vernommen hatte. Dis Gespräche unddie darauf folgende Korrespondenz fallen um 1728 — 30. Das ist wichtig fürdie Beurtheilung des Folgenden. Auch einige Bemerkungen über den Sammler,wie er sie in diesem Codex giebt, müssen vorausgeschickt werden. Das Buchhat zwar nicht die große Bedeutung, welche Hr. Mises ihm vindicirt hat. Esist eine langweilige Wiederholung abgegriffener kabbalistischer Phrasen, mitBombast ausstasfirt. Auch der Dialog im Anfang enthält nichts Neues. Aberum Eibeschützens Standpunkt zu erkennen, hat es einige Wichtigkeit. DerSammler, Eibeschützens Jünger, kannte die sabbatianische Bewegung Cardoso'sund Chajon's. Gegen Ende wirft er die Frage über die im Sohar angedeuteteDreieinigkeit auf, wodurch Cardoso, Chajon und Andere auf Irrwegegerathen wären (Bl 90). Darauf schreibt Eibeschütz an ihn: nbnvv iv bppir ... . nur- i>ni nnrii . . L'pivi rupv nnrii n'wn bp nii ci o'vipiv mino'inni pro uvp 'w in innen . . iLnon nnbnr i"rgi nnuv'iv den
an'n-wn ll'n-nln nnerrn enpn xvob pn oivp. In der Antwort zeigt sich, daßauch Eibeschütz Cardoso's Schriften kannte, und daß er glaubte, seine Ansichtweiche bedeutend von der Cardoso's ab, welcher in eine entschieden ausgeprägteDreieinigkeit gerathen sei ib'rni. . . nnnn nii inni ,inn (ivbvj 'inn.n.eonron ivi>
Nn>n npnn Nllsi g'NNL 'MV . . 1"n NINNNN nnnv non NIL ,N! ll'bibp 21V 1LN' 2N
N'.NINNI 'innig oinrn. Bl. 11 V. theilt Simon Buchhalter mit, daß er früherdie Schriften Cardoso's und Chajon's gelesen, aber in Folge des Bannes gegensie habe er sie vernichtet; aber er habe noch Manches von ihrem Gedanken-gangs im Kopfe behalten. Dabei giebt er in rrues Cardoso's und Chajon'sTrinitätslehre: wnri ;i'n orn wir br inn »:'pv nnin i:v o'ivp si .nn wnn 'L'L
NN. NliLi 112V 'nrn 2'PIVI nri L'PIH NL'ONL NNW N'isbLI 'innig 2 1N2N 'n ornNN 1N2' ;:i . . -nnrir NI'N pnp brn . . . Nip'2 N1-L 112 'NL"gi 'bri 'L'r 'N'NN bri
NNUL'.NLN 'Nvg nnbn Np lll'nrn. Die ganze Correspondenz zwischen ihm undEibeschütz bewegt sich eigentlich um das Verhältnis der göttlichen Einheit imPentateuch und der Dreiheit im Sohar. Eibeschütz beantwortet diese Fragenkabbalistisch; er meinte aber, sie philosophisch beantwortet zu haben. DieQuintessenz seiner Anschauung ist: daß die Gottheit aus einem Dualismus be-steht: der ersten Ursache oder dem Urgründe, invnn 1 : 2 , die keinerlei Einflußauf die Welt habe, und dem Gotte Israels bnnv» >ibn, dem Complexe derSephirot, dem von der ersten Ursache Effektuirten (bsip), gewissermaßen demReflex derselben (irr). Diese Anschauung wird durch das ganze voluminöse Buchgehetzt (vergl. Bl. 24d): oivr bpenv inni imvv ivn i:ivnni 1221 nvnr wn'br.nr mp gwn ni.iv ->n iii'eo '' ni'rn . . 2 -vner inp'i' pn ;r ini'ib . . o'is
i'brn, ir'ib'-m b:> . . invnn iro irr bibp n:'i:r nii oigo brn girnni g-.i'ni niv'gi
iL inn cv nnin' ib> ivibn nii ivn mm orp nuv . . b"rn ni'rb ib inirpibp) vbp c:Ln .. gnr» nb inn av ib'on i:ivnn iro bp ;r ;'nv
v'viim nnLii brr npru nb grb invnni irwi rp iniinn bp ninii? nnn cv inin>