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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Note 10.

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wohl mit Sicherheit hervor, daß man bisher Benjamin's Neiseanfang um fünfJahre zu früh angcsetzt hat.

Weniger Anhaltspunkte bietet Petachja's Bericht für eine präcisirte Chro-nologie; ohnehin ist er nur im Auszug mitgetheilt, und dis Partien sind buntuntereinander gewürfelt. Nur annähernd läßt sich die Zeit seiner Reise be-stimmen. Damaskus gehörte damals schon zu Saladin, dem Sultan Egyptens;

1 ) 2 ; pv' 2 -w -^.m. Diese Stadt, welche bis dahin eineneigenen Herrscher hatte, kam erst November 1174 in Saladin's Besitz (Weil,Chalifen III, S. 363), also war Petachja im Orient nach 1174. Jerusalemwar zur Zeit seiner Reise noch in den Händen der Christen: 7 . 7 - 72 -- 27,7 - 2-22-7-<>-22--7 7-- --iwvi-, also vor Oclober !I87. Demgemäß muß man die Reisezwischen 1175 85 setzen. Sehr wichtig wäre es, wenn sich das Jahr genauersixiren ließe, weil sich dadurch manche Borgänge innerhalb der orientalischenJudenheit besser ermitteln ließen.

Zunächst läßt sich aus dem Umstande, daß Benjamin 1170 in Persien war,das Jahr bestimmen, in dem der Pseudomessias David Alrui anftrat, nämlichU) Jahre vorher: -M 77 U 717 : 22 -! 77u r-.-; (.7-7^27.-;:) 22 - 222 - 72->- rr.m. Munk

hat einen sehr interessanten Beitrag zu dessen Geschichte aus einer Schrift desApostaten Samuel Jbn-Abbns geliefert. Durch dessen Güte bin ich in denBesitz einer Abschrift davon gelangt. Gegenwärtig ist sie abgedruckt als An-hang zur Uebersetznng des Hwsk Us.-Hao1rs. f. Nach diesem Stücke hießder Pseudomessias -7w7u pn p- 72-72 p 27:2. An der Identität ist nicht zuzweifeln, und die Verschiedenheit der Namen spricht nicht dagegen, weil ent-weder der Name David oder der Name Menahem ein messianisch-symbolischerwar. -mi7u ist sicherlich dasselbe wie -M77u, und darf man diesen Beinamenum so weniger von Rar ableiten, als dieser Pscudomessias nicht von Rai,sondern von Amadia war In beiden Berichten sind aber die Facta nicht treuwiedergegeben. Benjamin flicht Wunder ein, wie er sie aus dem Munde dermorgenländischen Juden vernommen und der Apostat Samuel Jbn-Abbasmachte eine Carricatur daraus, um seine ehemaligen Religionsgenossenlächerlich zu machen. Aus dessen Angabe läßt sich indeh entnehmen, daß dasDatum l160 richtig ist. S. Jbn-Abbas ging zum Islam über 1163 (Llnräc,Tioiivs Zur äossxlr i>. äslrrräa. p. 8 Note) und starb in Maraga um 570der Heg'ira 1174 (Alkifti bei Easirl didlioiUsea I. 440). Er schrieb alsoseine Schmähschrift gegen das Jndenthum zwischen 1163117-1, und in diesersagte er von dem Auftreten des Pseudomessias:was sich in unserer Zeit zu-

lrUg'O UU72I 'S .

Wichtig ist dieses Datum für einige Persönlichkeiten, welche damals eineRolle gespielt haben. Benjamin bemerkt, daß David Alrui Jünger desErilarchsn Chasda'i und des Lehrhansvorstehers Ali war: (-n- 77 u) -or 12 ):^ 7.-.22 2 , 7 >- p.7-7 - 7 -- 72-2-7 2-.-<7 227 ; -U 727 77;.;.7 2-U7 ne? (p. 77). Dieselbenhaben ihn auch nach seinem Auftreten beschworen, seine Aufwiegelei einznstellen(x. 80). Chasda'i, der Vater des von Benjamin so sehr gerühmten ExilarchenDaniel, und Ali, der Vater des durch seinen Antagonismus gegen Maimuniso berüchtigten Samuel Halevi, lebten also noch im Jahre 1160. Im Jahre1170, als Benjamin in Bagdad war, fungirlen bereits als Exilarch: >2 7.-127M727 und als Ouasi-Gaon -77 - 7 >- ^ 7^:22- (x. 60). Von dem tzetztern bemerktauch übereinstimmend damit Maimuni, daß er zu seiner Zeit, d. h. währendseines Aufenthaltes in Egypten, ordinirt worden sei: 78.7 -:-27 72-2- 2-^7

.77 ;n 2 w 77722 12227 (Iraotatus äs rssnrrsotions. ^.insb. x. 120 a).