os-w. — Die Zahl der jüdischen Märtyrer in Bray giebt Wilhelm Brita(a. a. O.) genauer an:
(jnotcsnot s-pnici 1Zrs.ks.ni ikuckssos rsxpsrit, ornnsslAni supposito Oorrrini priMl inoiiisrsvibKona-Aints, iiovsm-— —
Merkwürdiger Weise spielt im Texte non Ephraims Martyrologium einRabbi Jom-Tob in beiden Verfolgungen zu Port und Bray dieselbe Rolle.Er schlachtet ungefähr 60 Personen mit ihrer Einwilligung, um der Taufe undder Beschimpfung zu entgehen. Bei dem Vorfall in Jork heißt es: i"i>n ww,"iL'INU cui wvr: 'sr rre> wo, und ebenso bei dem in Bray: ->"->7, 7:2'»':llw.n nw dp oorpm rrr: Dr umvn h"rr an. Es ist gar nicht denk-bar, daß gerade bei beiden Vorfällen eine Person desselben Namens die gleicheZahl zu Märtyrern gemacht haben soll. Noch mehr; der Rabbi Jom-Tob,von dem hier die Rede ist, ist sicherlich identisch mit Rabbi Jom-Tob ausJoiguy (m ',2 r:r> an n) unv mit Rabbi Jom-Tob dem Heiligen oder Märtyrer(L'iipn wu rw N; vergl. Tossafot Joma 48 s., Lsritot 14d, o. S. 406). Istdieser nun als Märtyrer bei Dork gefallen, so kann er nicht dieselbe Rolle alsmuthiger Vollstrecker der Selstcntleibung in Bray gespielt haben. Ist er aberin Bray 1181 umgekommen, so kann der bei dem Vorfälle in Aork genannteRabbi Jom-Tob nicht identisch sein mit dem Märtyrer. Offenbar ist derPassus: wr-si 'oo umn". a" Win inopv ein Isxsus oslsriri eines Copistcn,der ihn an Unrechter Stelle angebracht hat. Welches ist aber die rechte undwelches die Unrechte Stelle? Äus einer Bemerkung von Wilhelm von Neuburyläßt es sich einigermaßen entscheiden. Er bemerkt nämlich (a. a. O. IV, 10)bei dem Vorfall in Jork: erst idi ssnior IsZis Isinosissimus äoetor, csirisei äoasuckos Uncissos ^.NAliosiros sx xsrtilrus vsnsrsb trsnsinsriiiis.Dieser hat die in der Burg eingeschlosseneu Juden von Jork überredet, sichselbst zu entleiben, und hat zuerst Hand an sie gelegt. Es war also einFranzose und nichts ist dagegen, daß es Jom-Tob aus Joiguy, der berühmteTossafist unv Märtyrer war. Es läßt sich wohl denken, daß dieser Rabbinerder angesehenen und reichen Gemeinde von Dark gewesen war. Was sollte eraber in der ganz winzige» Gemeinde Bray gemacht haben?
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Die genau fieirte Chronologie der Itinerarie» desKenjamin non Tudela und des potarhjn non Regensliurg undeinige davon abhängige Daten.
Der Schatz von historischen Thatsachen, den die wpor, des Benjamin vonTudela und das rwo R. Petachja's von Regensburg liefern, kann nur dannrichtig verwerthet werden, wenn die Jahre, innerhalb welcher ihre Reise fällt,genau fixirt werden. Diese Präcision lassen aber die sonst vollkommen aus-gestattete Asher'schs Ausgabe von Benjamin's Jtinerarium und auch die ander-weitigen kritischen Arbeiten darüber vermissen, obwohl der ganze gelehrte Apparatdazu von namhaften Gelehrten fleißig zusammengetragen wurde. In Betreffdes R. Petachja fehlt die kruische Untersuchung überhaupt; die genaue Fixirungder Reisezeit ist um so nothwendiger, als die Notizenjäger viel Gewicht darangehängt und die Data zum Ausgangspunkte chronologischer Unbestimmtheitengemacht haben. Sie geben an: diese und diese historische Persönlichkeit warGractz, Geschichte der Juden. VI. 25