Note 5.
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flüchteten Kölner Juden einander in den Sümpfen oder Seen um Wevelinghofenentleibt hatten. So verstand es auch Joseph Kohen mit Bezug auf die frühergenannte Stadt: 2 'rr -W'N nern 1:02 nn r^ne»:, und ebensolautete die Lesart bei Genebrado (bei Schaab) verglichen mit dem Texte.Allenfalls kann man cmendircn zirö nw-ro statt z-,:r >-^r. Nur der Unverstandkann daraus die Stadt Bacharach machen.
3) N1V7-N -i: und zwar Tags darauf am dritten Tammus: der Name
dieser Ortschaft ist sehr corrumpirt: nirrm, und
gar bei Gednlja Jbn-Jachja Das Mainzer Memorbuch hat die Lesart:
und an einer andern Stelle: >ui.n. Es ist offenbar
Aldenahr oder Altenahr an der Ahr (Kreis Ahrweiler) südlich vonBonn. Man muß also lesen und daraus sind sämmtliche Corruptelen
entstanden.
4) n'vsm oder richtiger irr. Es ist von einem Dorfe Aldenahr
die Rede, im Gegensatz znm Städtchen Aldenahr. Elieser spricht sich selbstüber den Unterschied aus (S. 11 Zeile 6 von unten): er e.n >:v'i
LL' iL'nr nnn.m 2 YM -i-r irr -MN .1 7N1U" Die
Lage des Dorfes giebt er selbst genau an -wr. Es ist lächerlich, es beiUlm im Württembergischen zu suchen, da hier nur von der Rheingegend beiKöln die Rede ist. Es ist vielmehr das alte Illrna oder Olina, Ollheimbei Rheinbach (vergl. Lacomblet, Urkunden für die Geschichte des NiederrheinsI. 202, 203, 228, 271, 150, 478). So wie hier nicht Ulm, so kann
nicht Geldern bedeuten, sondern das eine das Städtchen, das andere das DorfAldenahr. Merken wir uns, daß das Gemetzel in dem letzten Ort am -1. Tammus,an einem Freitag stattfand.
5) n 2 v. Unmöglich kann dieses Alanten bedeuten, weil Elieser ausdrücklich
referirt, daß die Mörder der Emigranten in Dorf Aldenahr an demselbenTage, Freitag in der Abendstunde, die Emigranten in n-.-n überfielen undzur Selbstentleibung brachten: ">e>n nni n'vn ..er> cv mma irr.nOi^.-n -v.n w'ipv' evr'mn . Tie Kreuzzügler konnten unmöglich
den Weg von der Nähe Rheinbachs bis Alanten im Norden an einem Tagezurncklegen und dort ihr Mordgeschäst fortsetzen. Es kann eher Sinzigbedeuten.
6) ni' 2 . Man nimmt es gewöhnlich für Mors, obwohl es zweifelhaft er-scheint, ob die Kreuzzügler beim Ausstichen der ihnen entgangenen Kölner Judensich zuerst nördlich, dann südlich und dann wieder nördlich gewendet haben.Die jüdischen Emigranten daselbst wurden nach Eliesers Angabe am 7. Tammusgemeuchelt.
7) ist wohl sicher Kerpen: a-vTi'I 12 -p Dieses
Gemetzel fand wohl Tags darauf statt, 8. Tammus; denn wie schon oben an-gegeben, dehnt Elieser die Leiden der Juden Kölns bis zum 8. Tammus ausund in Kerpen ist eben der Rest der Kölner Gemeinde anfgerieben worden.Wenn Elieser zum Schlüsse ein Trauerlied um dis heilige Gemeinde Kölns, umdie -von, nnstimmt, so gilt es den Gemordeten und Selbstentleibten inden sieben Ortschaften, nördlich, südlich und westlich von Köln.
Aus dem Angegebenen erhellt zur Genüge, daß es falsch ist anzunehmen,das kreuzzüglerische Gesindel habe die Richtung von Nord nach Süd verfolgt,d. h. mit Köln begonnen und von da bis Spcier vorgedrungen. Nach derexacten Datumnngabe des Elieser b. Nathan nahm es vielmehr eine entgegen-gesetzte Richtung, begann (in Lothringen) mit Speier und endete mit der Ver-