Note 3.
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sprach im ganzen mohammedanischen Spanien von dem plötzlichen Sturz desjüdischen Katib Jbn-Nagrela.
Statt die Datumangabe des Abraham Jbn-Daud in Betreff des Todes-jahres Samuel's durch die arabischen Chroniken zu corrigiren, muß man imGegentheil deren Angaben durch den besser unterrichteten Historiker berichtigen,daß Samuel nicht 1066, sondern 1055 starb. Auch manches Andere, wasSamuel zuschreibt, gehört seinem Sohne an. Jbn-Hajan sagt ausdrücklich, daßBadis das unmenschliche Project, sämmtliche Araber in der Moschee nieder-machen zu lassen, seinem Wesir Joseph mitgetheilt, und daß dieser inständigdavon abgerathen hat (bei Oori^ a. a. O. S. 87, Zeile 3): .nwn (o'-ma) inir-ibmrwn -,ov '-n.-i-bu; „er (Badis) zog Joseph zu Nathe." Man hat nur nachdem Worte epn das Wörtchen pu zu ergänzen pu -ivv), und braucht
nicht mit das Wort ->ov zu streichen. Auf diese Weise stehen die That-
sachen von Joseph's Sturz im Einklänge, und die verdeckten Widersprüche sindgelöst. Jbn-Adhari erzählt in einem Athemzugs, daß der König Joseph dashöchste Vertrauen geschenkt, und daß der Letztere Spione im Palaste des Königsunterhalten habe, „so daß Badis nicht athmen konnte, ohne daß es der Katibwußte". Noch widersprechender sind die Angaben über die Urheber vonJoseph's tragischem Tode. Nach Jbn-Adhari und Almakkari haben ihn dieBerbern erschlagen (bei S. 91, 101 und bei Munk a. a. O. S. 102),
nach Jbn-Khaldun dagegen hat ihn der König hinrichten lassen. Nehmen wiran, daß Badis, der, wenn auch nicht nach der Schilderung der ihm feindlichenAraber ein Bluthund, doch gewiß auch kein Tugendspiegel war, Joseph dieVereitelung seines Mordplanes gegen die Araber nicht verzeihen konnte undihm heimlichen Groll nachtrug, so ist es erklärlich, warum Joseph Vorsichtgebrauchen und sich durch Spione von Badis' Absichten Kenntniß verschaffenmußte. Als sich nun das Gerücht verbreitete, Joseph habe Granada an denFürsten von Almaria verrathen wollen, mochte Badis dis Berbern gegen ihngeradezu zum Morde aufgemuntert oder wenigstens sie nicht daran gehinderthaben. Es wird auch nicht erzählt, daß er den Tod seines Ministers an denUrhebern gerächt hätte. Daher ist es erklärlich, wie Jbn-Khaldun berichtenkonnte, Badis habe ihn tödten lassen.
Die Data des Abraham Jbn-Daud, daß Samuel 1055 starb, und daß seinSohn am S.Tebet 1066 einen tragischen Tod erlitt, bleiben daher unerschüttertund können noch ferner als Ausgangspunkte für die Chronologie der Zeitgenommen werden. Zunächst für Samuels Geburtsjahr. Saadia Jbn-Dananberichtet, er sei 62 Jahre alt geworden (Obsrnän Osnuss, x. 29b): v-n v.-n(mri bmM vn). Folglich ist er geboren 993. — Dann für Joseph'sGeburtsjahr. Mose Jbn-Esra tradirt, er sei im fünfunddrsißigsten Jahreerschlagen worden (Poetik, vergl. o. S. 392). Er war demnach geboren 1031.Da es Sitte war, mit dem achtzehnten Jahre zu heirathen, jedenfalls nichtfrüher, so fiele demnach seine Verheirathung mit der Tochter des R. Nissimaus Kairuan ins Jahr 1049 — 50. Um diese Zeit blühte demnach R. Nissim,oder war gar in Granada anwesend, wohin er seine Tochter gebracht hat, nachSaadia Jbn-Danan (Obsrncks. 0-snnss. x 29): .numil ow) 'i no mw
II.
Aus diesen festen Daten lassen sich noch andere ermitteln. Das feurigeLoblied des Dichters Joseph b. Chasdar, genannt . 12 : 0 ' (bei Dukes Hs.vbs.1