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Geschichte der Juden.
dinallegaten Peter von Benevent. Die Juden Südfrankreichs scheinen ungünstigeBeschlüsse für sich von diesem Concil gefürchtet zu haben, darum haoen sie wohlvon jeder Gemeinde zwei Deputirte nach Montpellier abgeordnct. Ihre Be-mühungen scheinen auch nicht vergeblich gewesen zu sein: denn die Oauonssdieses Concils enthalten keine judenfeindlichen Beschlüsse. Der hier genannte„Fürst" Don Isaak Benveniste war keine unbedeutende Persönlichkeit. Inder folgenden Notiz wird er genannt: „der große Fürst, Herr über Herren",auf dessen Veranlassung später wieder jüdische Deputirte zusammenkamen. D.Kimchi kennt ihn als Arzt und Grammatiker (Lliostlol sä. Vsu. x. SS o. beider Form .-Hpr und in den Wurzeln zu ralix abn): — p pnx' nsii.-, mM.ni
N1MN2N PINN nvdi'n n'na vnw NM0 p pnr' NL1NN1 LUW'KNN 'NNN PIN NM2
Höchst wahrscheinlich ist dieser Isaak Benveniste identisch mit dem LeibarztlUt'aqui) des aragonischen Königs Jakob, namens Zag oder ^lag aus Bar-celona, den der König und die hohen Geistlichen des Landes dem PapsteHonorius III. so warm empfohlen hatten, daß derselbe ihm l220 ein Ehren-diplom ausstellte und seinetwegen die Juden Aragonien's vom Tragen des Ab-zeichens dispcnsirte. Das Schreiben des Papstes ist ausgezogen in Baronius(ka^nalilus) armslss SLclss ucl smu. 1220 14c>. 40: Istm lulasum gusu-äara HarLlnuomsiissm ^2 2uostum (2u^) uomius g.b<ius tlruZormm rsZis^.IIuLstimum appells-bum, uk usuris alisimm, os-bstolioorumi^us sbu-äiosuru, bum ust ipso (rsAö) bum ust spisoopis roMbus, pabroLmiouposboliLv urosuäum miuims osusuit, äubo s.ä illum stiploms-bs, tu guo
romuuus ssclis srZu imtiäslss stumurububsm sb olsrnsubium -sxpliLs.t
(Ilouorius III.) VII Oal. 8spb.-gui suis uä rsZsm libsris illius iu
^. 22 NLstum stsustioium ss oonbulisss bssbubur, msmors-bo^us urastispisoopo(HurruLoususi) muuäuvib, bum ub illum (2l23g.ostum) vsxuri uou psr-mibbsrsb, bum us luclusos uovu six-us. gssturs Lompsllsrsb.
uä 22) Auch diese Notiz zeugt von der Genauigkeit unsrer Chronik Sieberichtet von der Reise des Kronprinzen Louis in Südfrankreich im Frühjahr12l5. Am 19. April war er in Lyon und am 21. Mai, über Beziers gereist, inCarcassone (Vuisstbs, stisboirs III. 168, 171). Also war er im Mai — 8ivuuin Beziers. In dem Streit zwischen Simon von Monsort und dem BischofArmand von Narbonne, indem der erstere die Zerstörung der Mauern von Nar-bonne verlangte und der letztere sie verweigerte, entschied der Prinz Louis zuGunsten des Erstcren in Beziers, und die Mauern von Narbonne, Toulouse undanderer Festungen wurden abgetragen (Vstissbbs das. 170 und die übrigenQuellen bei Christoph Ulrich Hahn, Geschichte der Ketzer im Mittelalter I. 287,290). Dieses berichtet unsere Notiz kurz und geschichtsgemäß. In wie fern denJuden dabei Gefahr drohte, und welche Gemeinde in Gefahr schwebte, so daßSimon von Monfort und ein Bruder ihnen Sicherheit zuschwören mußten, istnicht bekannt.
aä 23) Es ist von dem großen Lateranconcil unter Jnnocenz III. die Rede,dem glänzendsten, das je tagte, Anfangs November 1215, das auch für die Judendenkwürdig geworden ist. Die südfranzösischen Juden haben Kunde von demgegen sie beabsichtigten Streich völliger Erniedrigung gehabt. Daher wähltensie vorher tüchtige Männer, die nach Rom reisen und den Schlag von ihnen ab-wenden sollten. Die Wähler kamen, wie angegeben wird, in LourZ 8b. Killss(H„ — Hm- vergl. o. S. 336) zusammen auf Veranlassung des ange-sehensten Mannes Isaak Benveniste, und die Wahl fand statt unter dem Vorsitzeines R. Levi, der nicht näher bekannt ist. Das jüdische Jahr 4975 lief mit