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Geschichte der Juden.
seine Milde, seine innige Frömmigkeit, die Arzneikunde, seine Stellungals Leibarzt, seine Würde als Haupt (dlossiä) der egyptischen Ge-meinden, aber nicht seinen Geist erbte. Seine Nachkommen, die sichbis ins fünfzehnte Jahrhundert^) behaupteten, zeichneten sich durchFrömmigkeit und Talmudkunde aus. Auf den Lippen aller seinerVerehrer schwebte das kurze, aber bedentungsreiche Lob: „Von Mosedem Propheten bis Mose (Maimuni) trat keiner auf, der diesem gliche."Auf sein Grab setzte ein Unbekannter eine fast vergötternde, kurzeInschrift:
„Hier liegt ein Mensch und doch kein Mensch;
Warst Du ein Mensch, so haben HimmelswesenDeine Mutter beschattet" 2).
Später wurden diese Zeilen verwischt und dafür die Worte gesetzt:„Hier liegt Mose Maimun, der gebannte Ketzer."
Diese zwei Inschriften veranschaulichen den ganzen, schroffenGegensatz, der nach Maimuni's Tod zum Ausbruch kam und denjüdischen Stamm in zwei Lager spaltete.
U Vergl. Carmoly Annalen 1839 Nr. 7. S. 55.
2) In Elieser Tunensis Oibrs Obs-obs-raira x. 88Jbn-Jachja sabalsobstsb sä. ^.rasb. p. 33 b. unten.