Maimnni's Einfluß.
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Das war das Urtheil der Provenyalisch-jüdischen Denker über ihn*).Der Dichter Charisi schickte Maimuni schwärmerische Verse zu, woriner unter Andern: von ihm sang:
„Ein Engel Gottes bist Du,
Bist in Gottes Bild geschaffen,
Trägst Du auch menschliche Züge.
Von Dir sprach Gott einst:
Will den Menschen in meinem Ebenbild schaffen! "stEinige Gemeinden der Provence st wendeten sich an ihn mit einerAnfrage über den Werth, welcher der Astrologie beizulegen sei, undob die Gestirne einen Einfluß auf die menschlichen Geschicke ausüben.Maimuni, dem diese Afterwissenschaft, welche nur Schwärmer pflegen,und an die nur unklare Köpfe glauben, in der Seele zuwider war,beantwortete diese Frage ( 27 . Sept. 1194 ) eingehend mit der ganzenTiefe seiner Gläubigkeit und seiner wissenschaftlichen Ueberzeugung.Er bemerkte unter Andern:, daß es dreierlei Wahrheiten gäbe, solche,von welchen sich der Sinneneindruck Ueberzeugung verschafft, solche,welche die Wissenschaft durch Gründe feststellt wie die der Mathematikund Astronomie, und endlich solche, welche die Offenbarung und dieProphetie beurkunden. Der Einsichtige müsse nun die ans verschiedenenWegen gewonnene Ueberzeugung auseinander halten. Wer aberdarüber hinaus etwas für wahr hält, von dem gelte der Schriftvers:„Der Thor glaubt jedes Wort". Die Astrologie streife an Götzen-dienst, und der verbreitete Glaube daran zur Zeit des ersten Tempelshabe das israelitische Reich zerstört, das Heiligthum eingeäschertund verlängere noch gegenwärtig die Verbannung des jüdischen Stammes.Sie sollten sich von einzelnen agadischen Aussprüchen in Talmud undMidrasch, welche den Gestirnen Macht und Einfluß zuschreiben, nichtirre machen lassen, denn solche seien als vereinzelte Stimmen zu be-st Sendschreiben des Aaron b. Meschullam lps-nw. 2sstsn.irn x. 76.
2) Orient Litbl. 1843 ool. 14V.
st Das Schreiben an die Marseiller Gemeinde (Briefsamml. Nr. 3) hat inden Handschriften das Datum II. Msalrri 1SV6 8sl. Dieselben geben zwarauch an, es sei an die Gemeinden von Lünel und Montpellier gerichtet gewesen.Diese Angabe ist jedoch falsch, indem M's. späteres Schreiben an Jonathanund die Lüneler (Gutachtens. Nr. 41) so gehalten ist, als wenn er das ersteMal an sie schriebe. Uebrigens bezieht sich die Ueberschrift in den Nss.: br-nNdsM.n um uo :snnn' rin uirsioi pon -2rn — r.m.n rm.mi
keineswegs auf das Ussxoosrrin über die Astrologie, sondern gehört einemspätem Maim. Schreiben in Betreff des lUorsst an (abgedruckt in O^ur Usolr-rnaä II 3 f. aus einem Ns. der Brest. Seminarbibliothek), welches geradeden Eingang nm vo hat. Möglich, daß es auch an die Gemeinde vonMontpellier gerichtet war.
Graetz, Geschichte der Jude». VI.
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