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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Geschichte der Juden.

vier Engel oder vielmehr vier En gelgruppen^) anznnehmen, ent-sprechend der Bierzahl der Elemente in der nieder» Wesenreihe. DieseGeister oder Engel seien nicht einander gleich gestellt, sondern unter-einander abgestnft und verhalten sich zu einander, wie Ursache zu Wirkung,so daß es einen höchsten und einen niedrigsten Engel gäbe. Unter diesenmüsse ein Geist oder Engel vorausgesetzt werden, welcher gedanken-oder ideen-erzeugend wirke, der thätige Weltgeist oder die be-tätigende Vernunft (i-oist Zrsoböl km Uoälj; darunter

sei der von der Agada erwähnteFürst der Welt" (Lar Im - Olaw) zuverstehen. Seine Wirksamkeit sei erst durch die Auffassung der nieder»Wesenreihe zu begreifen.

Auf der den reinen Geistern zunächst stehenden Stufe seien nunWesenheiten, welche zwar ans Stoff und Form zusammengesetzt gedachtwerden müßten, deren Stoff aber nicht plump und grob, sondernätherischer Natur sei. Diese ätherischen Wesenheiten seien der Himmelund die lichte Sternenwelt, welche eine ewig gleiche Bewegung innehalten,daher dem Wechsel von Entstehen und Vergehen nicht unterworfensind, sondern in steter Klarheit und in ununterbrochener Regelmäßigkeitim Weltraum dahinrollen und im Kreislauf, der regelmäßigsten allerBewegungen, wiederkehren. Sie gestalten und verändern den tieferstehenden Wesenskreis. So mannigfaltig und unendlich auch dieSternenwelt erscheint, so läßt sie sich doch in vier Sphären gruppiren,in die Sphäre der Fixsterne, der Jrrsterne (Planeten), der Sonne unddes Mondes, die ebenfalls als übereinander schwebend vorgestellt werdenmüßten. Diese Sternensphären seien als mit Leben begabt und geistes-thätig zu denken. Unter der Mondsphäre befinde sich eine Wesensstufe,die aus gröberem Stoffe gebildet, aber empfänglich sei, Form, Gestaltungund Bewegung anzunehmen, also ans Stoff und Form zusammengesetzt,aber aus einem Stoffe, der die Form nicht stetig festzuhalten vermögeund daher dem ewigen Wechsel, dem Entstehen und Vergehen unterliege.Es ist die Welt der vier Elemente, die ebenfalls in vier Sphärenübereinander geformt sind. Innerhalb dieser Sphären bilden sich durchmannigfaltigen Formenwechsel, angeregt durch die Sternenwelt, todteMineralien, mit Leben angehauchte Pflanzen, sich selbst bewegendeThiere und geistesempfängliche Menschen.

Wie ist aber das Einwirken Gottes auf dieses vielgestaltige, ab-gestufte Weltall zu denken? Die Veränderungen können nicht unmittel-bar von ihm ansgehen. Denn sowie er die Welt geradezu in Bewegungbrächte, würde er selbst Veränderung in seinem innersten Wesen erleiden

st Das. II. 10.