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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Geschichte der Juden.

Seine Gönner, der Oberrichter und Wesir Alfadhel sprach ihnauch um dieselbe Zeit von einer schweren Anklage los, die ihm untereinem minder milden mohammedanischen oder auch christlichen Richterdie Todesstrafe zugezogen hätte. Derselbe Abulalarab Jbn-Moischa,welcher Maimuni's Retter in Fez war (o. S. 271), war von Maghrebnach Egypten gekommen, und als er ihn, den er als Mohammedanerfiguriren gesehen, jetzt als religiöses Haupt an der Spitze der jüdischenGemeinde erblickte, trat er als Ankläger gegen ihn auf, daß Maimunisich eine Zeitlang zum Islam bekannt habe und folglich als Abtrün-niger zu bestrafen sei. Alfadhel, vor dessen Tribunal die Anklageerhoben war, urtheilte gerecht, daß ein aufgezwungenes Bekenntnißkeine Gültigkeit haben und keine Folgen nach sich ziehen könne (um11871). In Folge seiner Gunst bei dem Wesir wurde Maimunizum Oberhaupte sämmtlicher egyptischen Gemeinden (Uoisst, dls^)wahrscheinlich an Stelle des verstorbenen Nathanael (Hibat-Allaho. S. 258) ernannt, und diese Würde vererbte sich in seiner Familievom Vater auf Sohn und Enkel bis ins vierzehnte Jahrhundert.Sicherlich hat Maimuni für dieses Amt kein Gehalt bezogen; dennihm schien nichts so sehr unwürdig und sündhaft, als sich ein geist-liches Amt bezahlen zu lassen oder das Wissen zu einem nährendenHandwerke zu erniedrigen ^). Seine hervorragende Stellung benutzteer für seine Glaubensgenossen, um ihnen irgendwo zugefügte Unbillvon ihnen abzuwenden. Es ist bereits erwähnt, daß durch seine Ver-anlassung das schwere Joch der Verfolgung von den GemeindenJemen's beseitigt wurde (o. S. 281). Als Saladin Jerusalem denHänden der Christen, welche es beinahe ein Jahrhundert besessen,wieder entrissen hatte (October 1187), gestattete er den Juden, sichin der Stadt ihrer Väter niederzulassen. Und von allen Seitenströmten wieder die sehnsüchtigen Söhne zu der trauernden und ver-lassenen Mutter^). Vermutlich war Maimuni diesem Akte hoch-herziger Duldung nicht fremd. Er bemühte sich endlich, seinen Be-kenntnißgenossen den Vorzug vor den Karäern im Staate geben zu

st Alkifti a. a. O. berichtet, die Anklage sei erhoben worden, sud vibasüllsrn ^laünoniäis (>- 0 x 21 irm '->)> Dshebi (bei Munk, ^.rollivss israsittss1851 x. 329) setzt sie in das bezeichnete Jahr. Jedenfalls ist diese Anklage zuunterscheiden von jener, welche M. selbst im Sendschreiben an Jephet 0 . S. 273,Anmerk. 1 erwähnt.

st Den Titel Lsl's legen ihm sämmtliche arabische Schriftsteller bei, dievon ihm sprechen.

st Vsrgl. Abot-Commentar zu IV 7 und Hiloliob Lalrauck lllbora III.

st Charisi, lllaollksnaoni Pforte 29.