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Geschichte der Juden.
dazu gehörigen Schriften genau angegeben habe, um zu erkennen zugeben, auf welchen Gründen die von ihm aufgestellten Gesetze beruhen.— Als Maimnni dieses Schreiben empfing, war er von einer schwerenKrankheit befallen und konnte es erst nach seiner Genesung, und zwargedrängt von Pinehas' zweitem, demuthsvolleren Briefe, beantworten.Diese Antwort ist eine Urkunde für Maimuni's entschiedene, offene,Strenge mit Milde paarende Gesinnung. „Wisse," bemerkt er unterAnderm, „wisse, daß ich nicht zu denen gehöre, welche Verleumdungenihr Ohr leihen. Ich weiß auch zu unterscheiden, wie viel das Gerücht,von Mund zu Mund fortgepflanzt, zu übertreiben pflegt. Aber wennich selbst mit meinen Ohren vernähme, daß mich Jemand schmähtund meine Arbeit geringschätzt, so bliebe ich unempfindlich dabei undwürde es verzeihen und vergessen" ').
Maimnni war seit seiner Niederlassung in Egypten von vielenUnglücksfällen heimgesucht worden, als wollte das Mißgeschick seineGesinnung und sein Gottvertranen auf die Probe stellen. Siechthum,Geldverlust, Sterbefälle wechselten mit einander ab. Erst vom Jahre1185 an kehrte ihm das Glück seine freundliche Seite zu. In diesemJahre wurde ihm ein Sohn geboren, der seine Freude und seinStolz war, und erwarb er einen geistvollen Jünger, den er wie einenSohn liebte, und der ihn wie einen Vater verehrte. Maimuni ver-schwägerte sich in Fostat, wahrscheinlich nach dem Verluste seinerersten Frau, mit einer angesehenen Persönlichkeit, mit Abulmaali,der Geheimschreiber bei einer von Saladin's Frauen, der Mutterdes nachmaligen Sultans Alafdhal war, und ans dieser Ehe wurdeihm sein Sohn Abraham geboren. Abulmaali hatte wiederum Mai-muni's Schwester zur Frau^s. — Maimuni's Jünger gehörte zu denPersonen, welche ihre Berühmtheit nicht ihren Thaten oder Leistungen,sondern ihrer Verbindung mit einem großen Manne zu danken haben.Es war Joseph b. Jehuda Jbn-Aknin^), oder wie sein lang-athmiger arabischer Name lautete: Abulhagag Jussuff Jbn-JachjaJbn-Shimun Alsabti Almaghrebi (geb. um 1160, st. 1226).
Während des Religionszwangcs unter Abdulmumen in der StadtCeuta zur Welt gekommen, zu jener Zeit, von der Maimuni sagte:
1) Sendschreiben an Pinehas, Briessammlnng 17 b ff.
2) Munk, Hollos sur llosspb b. cksbucku x.; über Abr. Maimuni's Ge-burtsjahr de'l Rossi Nsor ünasirn o. 25 Ende.
b) Vergl. über ihn die vortreffliche Monographie Munk's: idsotios surllosspb b. llsbuäa, die Nachlese dazu in Ersch und Gruber's RealencpclopadieB. 32 sub voos, und Neubauer, Frankcl-Graetz Monatsschrift 1870 S. 348 fg.,welcher bewiesen hat, daß es zwei Schriftsteller mit Namen I. Jbn-Akningegeben hat.