Maimuni's Gegnerschaft.
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dieser kleinlichen Gegnerschaft war jener Samuel b. Ali in Bagdad<o. S. 251), der auf seinem reich ansstaffirten Gaonthrone und stetsumgeben von Sklaven mit Geißelruthen bewaffnet, keinen neben sich,geschweige denn über sich anerkennen mochte. Maimnni setzte demgeheimen Krieg von dieser Seite gegen ihn und sein Streben dieVerachtung eines Weisen entgegen. Er hatte aber auch ehrlicheGegner an solchen, welche fühlten, daß Maimuni's Auffassung destalmndischen Judenthnms nicht Fleisch von ihrem Fleische sei, daherin dem Codex Ketzerei witterten und Gefährdung der Alltagsreligiondarin erblickten. Worin aber die dem Judenthum fremden und un-angemessenen Elemente lagen, das verstanden nur die Gebildeteren;die Einfältigen dagegen hielten sich an untergeordnete, ganz unwesentlichePunkte und ereiferten sich darüber, als wenn die Grnndlehren derReligion in Gefahr wären.
So brach in Alexandrien nach dem Bekanntwerden des mai-munischen Werkes ein förmlicher Bolksaufstand dagegen aus, weildarin gelehrt wird, daß das Baden vor dem Gebete wegen nächtlicherZufälle — das die morgenländischen Juden von ihren mohamme-danischen Nachbarn angenommen hatten — unwesentlich sei. Gemeinde-glieder rotteten sich zusammen und drohten der mohammedanischenBehörde Anzeige davon zu machen, daß diejenigen, welche Maimuni'sCodex zur Norm angenommen hatten, Neuerungen in die Religioneinführen wollten. Pinehas b. Meschullam, der eingewanderte Proven-tzale (o. S. 259), welcher im Streite mit einem andern Mitgliedsdes Rabbinats, einem Anhänger Maimuni's, lebte, hörte die Schreieran und entschied in einem Vortrage, daß das Baden allerdings einewesentliche religiöse Pflicht sei. Darauf benachrichtigte er Maimnnivon der gegen dessen Codex herrschenden mißvergnügten Stimmungund fügte seinerseits einige Ausstellungen hinzu, die geeignet sind, zuvergegenwärtigen, gegen welche hartnäckige Vornrtheile der Weise vonFostat zu kämpfen hatte, und mit welcher Besonnenheit und Ruhe ersie widerlegte. Pinehas tadelte zunächst, daß Maimnni den Inhaltder jüdischen Religionsgesetze auseinandergesetzt habe, ohne die Namender sie tragenden Autoritäten dabei zu nennen; dadurch würden dieNamen jener heiligen Männer bei dem Volke in Vergessenheit kommen.Er rügte ferner, daß durch den Codex der Talmud überhaupt beseitigtzu werden in Gefahr sei, indem die Gesetzesbeflissenen, statt sich indie talmndischen Diskussionen zu vertiefen, sich das Studium leichtermachen und Mißverständnissen ausgesetzt sein würden, wenn sie nichtdie Grundqnelle zu Rathe zögen. Endlich machte er eine Ausstellungdaran, daß Maimnni nicht die Belege aus dem Talmud und den