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Geschichte der Juden.
(3. Sivan^ 16. Mai). Diesen Tag weihte Maimuni als ein Familien-fest, da er dem Glanbenszwange und der Meeresgefahr entronnenwar. Von der Gemeinde in Akko wurden die Auswanderer ausSpanien freundlich ausgenommen, und Maimuni wurde mit demdortigen Rabbinen Jephet b. Elia (o. S. 242) befreundet. Nacheinem Aufenthalte von beinahe einem halben Jahre in dieser Stadtreiste die Familie unter Gefahren nach Jerusalem, um an der ehe-maligen Tempelstätte zu beten (4. Marcheschwan — 14. October).Drei Tage blieben die Familienglieder in Jerusalem und begaben sichdann nach Hebron, und Maimuni betete einen ganzen Tag in derHöhle, welche als die Grabesstättc der Patriarchen und ihrer Frauenvon Juden, Christen und Mohammedanern in gleicher Weise verehrtlvnrde. Von Hebron begaben sie sich nach Egypten, welches damalsdurch die Ajubidcn den Ansatz machte, Mittelpunkt des Islam zuwerden. Wo sie sich zuerst niederließen, ist zweifelhaft. Eine Quellebehauptet, daß sie zuerst in Alexandrien ihren Wohnsitz genommenhätten*), und daß sie dann erst nach Fostat (Alt-Kahira) übersiedelten.Einige Monate nach der Ankunft in Egypten starb das Familienhaupt(Anfangs 1166). So hochgeachtet waren bereits Vater- und Sohn,daß dem Letzteren aus Afrika und dem christlichen Spanien Trostbriefevon befreundeten Personen zngesendet wurden ").
In Egypten dagegen hatte Maimuni's Name damals noch keinenKlang. Die zwei Brüder lebten im stillen Kreise, betrieben zusammeneinen Juwelenhaudel, doch so, daß der Jüngere David Hauptgeschäfts-führer war und Geschäftsreisen bis nach Indien machte^), Mosedagegen den Wissenschaften oblag. Aus diesem zurückgezogenen Lebenrissen ihn harte Schicksalsschläge, die einen minder starken Geist zurVerzweiflung gebracht hätten. Körperliche Leiden warfen ihn auf'sKrankenlager, bedeutende Verluste schmälerten sein Vermögen, Angebertraten gegen ihn auf und versetzten ihn in Todesgefahr, wahrscheinlichdafür, daß er dem Islam abtrünnig geworden. Endlich ging seinBruder David im Indischen Meer unter und mit ihm nicht nur BeiderVermögen sondern auch die Gelder, die sie zum Geschäftsbetrieb vonAnderen in Händen hatten. Diese gehäuften Unglücksfälle warfen ihn
*) Jakob von Prag bei Asulai Lolisra las - O-säollin 139 a.
2) Maimuni's Brief an Jephet b. Elia in vidrs Ldsabsrairri x. 60 undbei Geiger, Mose b. Maimon, Beilage II.
b) So ist wohl die Nachricht Alkifti's: Asrarnsrurn.. slisrnrngus ünjus-rnoäi rsrurn rnsrosburs viotmrn gnssribniis (bei Casiri diblioblisLs srsdico-lrispsns I. p. 293 s,), mit Maimuni's eigenen Worten: pi.n chnch w.-n
N227 2 LN pw '2 (Brief an Jephet a. a. O.) auszugleichen.