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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Geschichte der Juden.

jüdische Literatur mit nichts bereichert. Das niedere Volk war inden eigenen Religionsquellen so unwissend, daß es von den benach-barten Karäern Bräuche annahm und sogar solche, welche im grellenWiderspruch zum talmudischen Jndenthnm stehen U. Auch die egyp-tischen Gemeinden hatten ihren Wallfahrtsort. In Dimuh, unweitFostat, in der Nähe der Pyramiden, zeigten sie die Mose-Synagoge,von welcher sie glaubten, daß sie der größte Prophet erbaut habe;neuerbant worden sei sie aber nach der Tempelzerstörung durch Titus.Bei dieser Synagoge befand sich ein Baum von erstaunlicher Höbemit immergrünem Laube und schlankem Stamme.

Dieser Baum sei, nach der Meinung der egyptischen Juden, ansdem Mosesstabe aufgeschossen. Am Wochenfeste pflegten die JudenEgyptens nach Dimuh zu wallfahrten, um in der hochverehrtenSynagoge zu beten -). Und gerade aus diesem Lande der Unwissenheitging für den jüdischen Stamm ein zweiter Mose ans, welcher berufenwar, ein geläutertes Judenthum zu verkünden, dem Wahnglaubenunerbittlichen Krieg zu erklären und die Unwissenheit zu zerstreuen.Egypten wurde durch Mose Maimuni der Mittelpunkt der JudeNheit.

*) Maimuni Rssxonsa l?ssr da-Dar Uo. 152.

2) Benjamin von Tudela, Makrisi bei äs Laozr ^.VäsllsUt' x, 2^5 f.