von beiden Stadttheilen anzubringen. Da MIN der Fluß die Mittebildete, so wurde der Sarg an Kette.i hängend angebracht, und unterdemselben wagte Niemand zu fischen ^). Indessen vermochte der Daniel-Sarg die Gemeinde nicht zu schützen. Zur Zeit als Petachja ausRegensburg dort war (um 1180), wohnten nur zwei Juden als Färberin Susa. Die Veranlassung ihrer Verminderung ist nicht bekannt.
Während es im Norden des Schwarzen Meeres und auf derKrim nur Karäer gab, welche in grauenhafter Unwissenheit lebten,von der rabbanitischen Lehre, als ihrem Gegensätze, gar keine Ahnungmehr hatten, vor dem Sabbat sogar das Brod klein schnitten undam Abend des Sabbat im Dunkeln weilten, waren die Rabbanitenverbreitet bis Chiwa, wo eine Gemeinde von 8000 Familien wohnte,und bis Samarkand, welche 50 000 Juden zählte, an deren SpitzeR. Obadia stand. Von den Gemeinden in Indien berichtet derReisende dieser Zeit nur, daß es daselbst Juden von schwarzer Haut-farbe gab, daß sie zwar streng religiös lebten, aber vom Talmud nurgeringe Kenntnisse hatten. Manche indischen Gemeinden kannten vomJudenthum nichts weiter, als die Sabbatfeier und die Beschneidung,welche sie aus Gewohnheit beobachteten"). Auf der Insel Kandy(Ceylon) soll es in dieser Zeit 23 000 Juden gegeben haben. Siewaren dort allen übrigen Einwohnern gleichgestellt. Der König dieserInsel hatte sechzehn Wesire, vier von seiner eigenen Nation und ebenso viele von Juden, Mohammedanern und Christen ^). In Aden,dem Schlüsselhafen zum Arabischen und Indischen Meere, war einezahlreiche jüdische Gemeinde, welche unabhängig lebte, eigene Burgenhatte, Kriege mit den Christen von Nubien führte und mit Egyptenund Persien in Verbindung stand.
In Arabien gab es ebenfalls jüdische Gemeinden, obwohl sieder erste Chalife daraus verbannt hatte (B. V.^ S. 114). Freilichdurften sie nicht in den den Mohammedanern heiligen Städten Mekkaund Medinah wohnen, und es mag sie auch nichts dahin gelockt haben.Denn diese Städte waren in dem halben Jahrtausend seit Mohammedganz unbedeutend geworden. Dagegen bestanden jüdische Gemeindenin dem fruchtbaren und handelsreichen Jemen und in den Wüsten-strichen Nordarabiens. In Jemen wohnten zwar nur ungefährdreitausend Juden, die wegen des lebhaften Verkehrs mit den Nachbar-ländern gar nicht ungebildet waren und Talmudkundige in ihrer Mitte
y Benj. von Tudela und Petachja.
2) Maimuni's Sendschreiben an die Lünelcr Gemeinde in Osa-r dlssll-waä II x. 4.
Edrisi citirt in Benj. v. Tudela sä. ^.sslisr II.