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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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In Palästina.

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der Duldung im Christenthuin und Islam. So weit das Kreuz indiesen Gegenden herrschte, gab es wenige und gering bevölkerte jüdischeGemeinden, wo aber der Islam herrschte, gab es deren viele und diesewaren zahlreich bevölkert. In Antiochien, das einem christlichen Fürstengehörte, lebten nur zehn Familien, fast alle Glasarbeiter; in Lega(Laodicea) 200, in G'ebilS, das den Genuesern gehörte, 150, inBairut (Berytus) 50, in Saida (Sidon) 10; nur in Tyrus wareine Gemeinde von 400 Mitgliedern, und die Juden besaßen daselbstAecker und durften sogar Schifffahrt betreiben. An ihrer Spitze standR. Ephraim (aus Kahira). Dagegen wohnten in Haleb (Aleppo),das durch den großen mohammedanischen Fürsten Nureddin zur zweitenHauptstadt nächst Bagdad erhoben wurde, 1500 jüdische Familien,und es gab unter ihnen viele wohlhabende und bei Hofe angeseheneMänner. Hier lebte der hebräische Dichter Jehuda b. Abbas, derFreund des Dichterfürsten Jehuda Halevi, der wegen des Religions-zwanges von Feß hierher ausgewandert war ^). Eine große Gemeindewar auch in Hama (Hamat), die aber in der zweiten Hälfte diesesJahrhunderts die meisten Mitglieder durch ein Erdbeben verlorenhatte. In der Gegend des alten Palmyra wohnten beinahe 2000jüdische Familien, deren Männer kriegerisch waren und öfter Fehdenmit Christen und Mohammedanern führten. Die Gemeinde vonDamaskus zählte 3000 Mitglieder^) und unter ihnen viele gelehrteTalmndisten und einen namhaften, Joseph b. Pilat^), welcher wohlaus Frankreich stammte und mit Abraham b. David von PosquisresH in gelehrter Correspondenz stand. In Damaskus gab es auch eine

> karelische Gemeinde von etwa 200 und eine samaritanische von 400

Familien, die obwohl sie sich miteinander nicht verschwägerten, dochmit den Rabbaniten in friedlichem Verkehr lebten. In ganz Palästina,das in christlichen Händen war, wohnten kaum mehr als 1000 Familien.Die größten Gemeinden von 300 Mitgliedern waren damals inToron de los Caballeros, in Jerusalem und in Askalon, inden wichtigsten Städten Jndäa's wohnten dagegen nur je 200 Juden.Die jüdischen Bewohner Jerusalems trieben meistens Färberei, die sievon dem christlichen Könige pachteten; sie wohnten am Ende der

-st Munk, dlotivs sur llossxll b. llsbucls. p. 8 Note,st Nach Benj. von Tudela, nach Petachja gar 10000.st Die Literaturhistoriker versetzen ihn nach Südfrankreich und machen ihngar zum Lehrer des Abraham b. David von Posquitzres. Allein Benj. vonTudela traf ihn um 1170 in Damaskus (p. 48) als Vorsteher des Lehrhanses.Joseph b. Pilat stand vor 1177 in Correspondenz mit Maimuni (kssxonsa.l?ssr bn-Oor Nr. 18) sicherlich von Damaskus und nicht von Südfrankreichaus. Die Aussprache 1?ilud ergiebt sich aus Lssx. illönaiirl Os'iin Nr. 40.

Graetz, Geschichte der Juden. VI. 16