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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Gemetzel der Juden in England.

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richten Richard war so sehr für die Juden seines Reiches bedacht,daß er, besorgend, die Verfolgung in London könnte in England undin seinen französischen Besitzungen Nachahmung finden, die Unverletz-lichkeit der Inden verkünden ließ und sogar Boten nach der Normandieund Poitou schickte, daß etwaige Judenkrawalle sofort verhindertwerden sollten Er gestattete sogar Benedikt aus Jork, zum Jnden-thum zurückzukehren, als er seine gewaltsame Taufe erfuhr und vonihm das Geständniß hörte: er sei im Herzen Jude geblieben und wolleals solcher sterben. Der fanatische Erzbischof von Canterbury, derbei der Unterredung zugegen war und um seine Meinung gefragtwurde, antwortete:Will er nicht ein Sohn Gottes sein, so sei er einSohn des Teufels" ^).

So lange Richard in London weilte, hatten die Juden Ruhe,sowie er aber über den Kanal setzte, uni gemeinschaftlich mit PhilippAugust einen neuen Kreuzzug anzutreten, wiederholten sich überall imLande die Scenen von London. Nicht Glaubenseifer allein war es,welcher die Wuth der Christen gegen die Juden Englands entfesselte,sondern mehr noch der Neid auf deren Wohlstand und vorzüglichGier nach fremdem, leicht zu erwerbendem Gute^). Die Reihe kamzuerst an die reiche und bedeutende Gemeinde in der blühendenHandelsstadt Lynn. Wenn man den christlichen Schriftstellern trauendürfte, so hätten die Inden von Lynn den Zorn der Christen zumAngriff gereizt. Sie sollen nämlich einen getauften Juden mit Waffenangefallen, und als dieser sich in eine Kirche geflüchtet hatte, dieselbemit Sturm angegriffen haben. Darauf seien die Christen zur Wehr

fl Dieselben Quellen.

2) Wilhelm von Neubury a. a. O-: krinosxs untsin post oiuäsincknäasis paosrn sanoivit. Chronist von Laon bei Lougust a. a. O.: Rsxvsro ns siiniii vssanis. in diorinannia, st Riots-via nsoarsntnr cknäusi,nunoios illno äirsxit, gut iinpsäirsnt.

2) Es ist eigen, datz der jüngere Johannes Bromton bei diesem Punktewahrheitsgetreuer ist, als Wilhelm von Neubury, seine Quelle. Der Erstereberichtet darüber: rsx intsrroMvit illuin (Rsnsäiotnin Rboraosnssva),si sssst Oliristianus sllsotns. Ipss vsro rssponäit, guoä non. ll'nnorsx intsrroAnvit arobispisoopnin Ountna-risnssrn guiä sssst äs illoluoisnäurn, gut rssponäit rninns äisersts: si ipss non vult ssss lloinoOst, sit borno Oinboli. Der Letztere dagegen: Isisotns srpio (Rsnsäiotns)u taois rsZis, lluänsis sst rsääitus a-postata. Ollristianns, tüstusgus ülinsdsbsnnas änpio gnain prius.

fl Wilhelm von Neubury a. a. O. IV, I: Obristianoruin uävsrsnsckuäasos in ^.NAÜL 2 slnsvskisrnsntsr sxsunänit, non gniäsrn s^nosrsst snnss. lläsi tuntnrn, ssä sorncn vsl asrnnlnnäo IslioitLtsin, vsl in-bianäo lortnnis