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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Gemetzel der Juden in London.

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Jünger R. Tcim's, der unter den Tossafisten einen klangvollen Namenhat. R. Benjamin ans Canterbnry war ebenfalls ein Jüngerdesselben Meisters aus Ramerü. Der ritterliche Sohn Heinrich's,Richard Löwen Herz, war ebenso von Verfolgnngssucht entfernt,und die jüdischen Gemeinden Englands hätten sich ruhig unter ihmentwickeln können, wenn nicht der durch Thomas von Becket angefachteFanatismus auch sie in den Bannkreis gezogen hätte. An RichardsKrönnngstage (3. Scpt. 1189) brach der erste Sturm gegen sie los,der damit endete, daß sie nach einem Jahrhunderte vollständig ausdem glücklichen Jnselreich ausgewiesen wurden. Richards Krönnngs-fest war für die Juden Englands die erste Scene eines bluttriefendenDramas"). Als Richard von der Krönung in der Kirche nach seinem

') Siehe Note 1. III. Vergl. Wilhelm von Neubury (a. a. O. VI lO).HsZis äootor gui cloesnäos änäasos anAlioanos sx xartibns vsnsrattransinarinis.

2) So reich auch die Quellen über die an Richard's Krönnngstage aus-gebrochene Judenverfolgung fließen, da sämmtliche englische Annalisten darüberberichten, so ist sie in neuerer Zeit nichts weniger als kritisch genau dargestelltworden. Als erste Veranlassung zur Verfolgung wird allgemein angegeben, dieJuden hätten sich gegen des Königs Edikt als Neugierige in die Kirche gedrängt.Das ist aber falsch. Drei zeitgenössische Quellen geben an, die Juden seien imPalaste mit Duldigungsgeschenken erschienen, und eine derselben bezeichnet denAnreger der Verfolgung genau. Der anonyme Chronist von Laon (bei Longnstdas. 7Ü7) berichtet: IZaläninns arolrispisoopns Oantnarisnsis oninviäsrst lluäasos intsrssss eonssorationi, novo rsM (Riolraräo) äonasua prasssntars volsntss, snWSssit rsM, ab anrovsrsntnr, <zni IransZratiain pwooatis snis xsräiäsrant. Radulph de Diceto, welcher bei demKrönungsakts als Dekan des Londoner Kapitels fungirte, berichtet darüber(a. a. O.): solsrnnibns sxplstis in plsnitnäins rnagna p>ax llaäasornin,gnarn (o. S. 218 Anmerk. N) ab alisASnis intsrrunrpitnr. Also währenddes Festmahles und nicht in der Kirche. Ebenso Ephraim aus Bonn imMartyrologium a. a. O. 9): (nv^b.nxo) ono iwu v'i'L'vn o-rrpn o'n.ivi oi mwn.NM 2 nwn? Selbst Wilhelm von Neubury giebt noch genau die Localitätan: oonti^it anbsrn rsZs äi?oninbsntö (in oonvivio) llnäasi lorss siersZias inbroibanb. Den Umstand von den Geschenken hat er nicht, dafür aberdie Sage über die Ausschließung der Juden: vsrnin ills (rsxl rninns jarnsos (ckuäasos) aooszrtans c^nain xatsr, vsl nssoio czniä prasoavsns. snpsr-stitiosa c^uaäain äs oonsilio gnornnäain oanbsla, säioto nt äioibur intsräixir sis in^rsssuin vsl soolssias, änna ooronarstnr, vslxalatii, äuin oonvivarstnr (a. a. O.). Johannes Bromton hat dieseunbestimmt gelassene Sage halb als Geschichte ausgenommen: Lt liest ipssrsx säioto pnblioo, nt äioitnr, .Inäasis st innlisribns inZrsssnin sools-sias, änin ooronaretnr, st stiain xalasü, änrn spnlarstnr, intsräixsrat,xranäsntibus tainsn illis prineipss llnäasorurn lorss rs^ias introibant.Also immer noch zum Theil der Palast (bei Ilvv^säsn p. 11ö9). Erst Mat-thäus Paris, der Compilator, hat den Umstand, daß die Juden pwoxtsr