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Geschichte der Juden.
vom Märtyrerblut befleckt worden sind, dürfen nicht übertüncht werden,damit das unverdeckte Blut zu Gott anfschreien möge Z. Die Ge-meinden sollen nicht für immer den Bann über eine Stadt aussprechen,deren Beherrscher die Inden verfolgt und zur Taufe gezwungen hat,weil der Bann auch dann haften würde, wenn die Stadt den Herrngewechselt hätte") — Wenn die Juden übrigens über alle diejenigenStädte, welche ihren Glauben Anfechtungen ausgesetzt haben, hättenden Bann verhängen wollen, so hätten sie sich ans dem christlichenEuropa hinausbannen müssen. — Das „Buch der Frommen" wurdeeine Erbauungslectüre für Viele und impfte den düstern Geist vonGeschlecht zu Geschlecht ein.
R. Jehuda Sir Leon, der Fromme, wurde der Lehrer vielerJünger, welche später einen klangvollen Namen erlangten: Salomo'svon Montpellier, Mose's von Couch, Jsaak's von Wien und Anderer,welche Rabbinen und Pfleger des Talmudstudiums in Spanien, Frank-reich und Deutschland wurden. Alle waren in seinem Geiste gebildet,kannten das Judenthum nur aus einer dichten Nebelhülle und wurdenGegner der freien Forschung. Die Anhänger seiner Schule tratenspäter in einen feindlichen Gegensatz gegen die höhere Auffassung desJudenthums aus der spanischen Schule.
In England und in den französischen Landstrichen, die damalszu England gehörten (Normandie, Bretagne, Anjou, Touraine, Main,Guienne, Poitou und Gascogne) lebten die Inden eine lange Zeit inungestörter, glücklicher Ruhe unter dem von der Geistlichkeit angefein-deten Heinrich II. ^). Sie bewohnten die großen Städte, und in Londonwaren Manche von ihnen zu solchen Reichthümern gelangt, daß ihreHäuser sich wie königliche Paläste ansnahmen ^). Der Aufruf zumersten und zweiten Krenzzng fand keinen Widerhall unter den nüch-ternen Inselbewohnern, und darum hatten die Juden Englands keineMärtyrer in jener Zeit. Ihr Gemeinde- und Cultnrleben bezogensie ans Frankreich, das damals mit England in engem Zusammen-hänge stand. In London lehrte R. Jakob aus Orleans, ein
') Das. 449. -) Das. 424.
2) Raänlxll äs Oissäo (in Tivysden's Historias anAlioanas soriptorssässsin 647): xax .Inäasorurn, gnarn ab antignis tsinporidns ssrnxsr odti-nnsrnnt (in ^.nglia). Wilhelm von Neubury (rsrnrn anAlioararn I. IV.t): lluäasi ns tvrts llabita snb rsZs xriors (Heinrich II.) Islisitus rninnssis arriäst snb novo (Richard); ders. IV. 10; llnäasi In L.nZlia snv rsASITsnrioo sssnnäo sonsistsntss oräins prasxostsro snpsr Obristianostslisss st insliti Insrant.
"ff Rudolph von Coggesdhale bei Longnst, Rssnsil XVIII. x. 63 : äornnssornrn (cknclasornrn) guas guasi xalatia rsZuin srsotas t'nsrant.