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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Die Tossasistcn.

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abging, aber keineswegs selbstständig, sondern im tossafistischen Sinne.An Scharfsinn fehlte es diesen nnd andern zeitgenössischen Talmudistennicht, aber an freiem Blicke. Simson hatte so wenig Augen für denKern von Religiosität bei den Karäern, die des Guten eher zu vielals zu wenig thaten, daß er nicht bloß Verschwägerung mit ihnenfür ungesetzlich hielt, sondern sie als Götzendiener angesehen wissenwollte, deren Wein ein Rabbanit nicht trinken dürfe'st.

Jehuda Sir Leon verfaßte eine Schrift zur Anweisung für einhöheres, religiöses Leben (Lkkor da-Laboä^, dessen sich wahrhaftFromme befleißigen sollen. Diese Schrift ist zwar voller Glaubens-

') Nssponss. David Jbn-Abi-Simra II. Nr. 796.

2 ) Zakuto bemerkt ausdrücklich, daß Jehuda Chasid b. Isaak, Jüngerdes Tossafisten Ri, d. h. Sir Leon von Paris, Verfasser des 8. Ua-Lafioämar. Jbn-Jachja sagt Anfangs dasselbe, Jehuda von Paris, Verfasser desTestamentes, war ein Schüler des Ri, d. h. Verf. des 8. Okmssiäiin., demdas Testament beigefügt ist. Nur stört diesen die anderweitige Nachricht, daßSamuel, Vater des andern Jehuda Chasid, Verfasser des 8. Lllmssidtmgewesen sein soll. Asuläi sud voos ventilirt die Frage, ob Jehuda der Frommevon Paris oder Jehuda der Fromme von Regensburg Verf. des 8. Olr.gewesen sei und kommt zu keiner Entscheidung, weil er von falschen Prämissenausgeht. Die Frage löst sich einfach durch die Annahme, daß das 8. Ollassi-äiin. und 8. lla-Laboä insofern identisch sind, als ein Späterer, (der sichNr. 696 zu erkennen giebt), das letztgenannte Buch excerpirt, den Titel um-geändert und Manches aus andern Schriften (Saadia, R. Nissim, Maimuniund Andern) hinzugesügt hat. An drei Stellen wird bemerkt, daß das Aus-führliche über gewisse Punkte in 8. lm-Kuvoä zu suchen sei (Nr. 197, 321, 461).Was Eleasar von Worms und Mose Taku (Ormr Usolrrnaä III. 65, 67) aus8. fia-Laboä citiren, findet sich in 8. Llliassiäiur. Das 8. Ollussiä. hatdas 8. lla-Lswoä absorbirt. Nun kommen in dem 8. Olr. (. LoloZns,1538. xrinssxs) mehrere französische Worte und Wendungen vor.So gleich im Anfänge: man solle beim Aussprcchen des Gottesnamens einePreissormel hebräisch oder in einer anderen Sprache (ip'wi hinzufügen; a>w'mm', aov rn'w (soit bsnsäib ou soit lous); weiterhin: "w uiv palboir g'onr bsl all savius no(s)kra 8ir(s.) Is sornrnanäs(a); Ho. 463 : Rmbsolss; Nr. 898 onvu p-npa' tsnäsnr.

Ja, heißt in diesem Buche geradezu französisch, im Unterschiede vonpL'?. Es unterliegt demnach keinem Zweifel, daß der Verfasser des8. Iis.-IIs,boä oder des 8. Olrusstäliri ein Franzose war, und nicht einDeutscher, d. h. Jehuda Chassid von Paris (Sir Leon) und nicht der vonRegensburg. Ohnehin reflektirt bei genauer Beachtung so Manches darin weiteher französische als deutsche Zustände jener Zeit. Das 8. Ollassiäiin. führtauch den Titel mi-Ln.m 'r auch kurzweg: .isrnn 'o. Ich mußte diesen

Punkt weitläufig beleuchten, weil Alles, was Zunz darüber aufgestellt (zurLiteratur S 123 f.), unrichtig ist. Es versteht sich von selbst, daß dasTestament" i-onn .nur,' welches jüngern Ausgaben angehnngt ist,

spätem Ursprungs ist.