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Geschichte der Juden.
edlen Eigenschaften und hochherzigen Thaten. Er war hehr an Wortund That, eine Zierde des Königs, ein Ruhm der Fürsten." Meisterin der arabischen Sprache, schrieb Jbn-Alfachar gewählte Prosa unddichtete wohlklingende Verse, deren hoher Werth einen arabischenSchriftsteller bewog, sie zu sammeln; darunter auch ein Lobgedicht aufden König Alfonso. Dieser edle König beorderte einmal Jbn-Alfacharzu einer Gesandtschaft an den marokkanischen Hof des Fürsten derGläubigen Abu-Jakob Jussuff Almostansir. Obwohl dieser Almohaden-Fürst die unduldsame Politik seiner Vorgänger fortsetzte, keinen Indenin seinem Reiche wohnen ließ und selbst die zum Islam übergetretenenJuden durch eine vorgeschriebene, häßliche Tracht von den geborenenMohammedanern abgesondert wissen wollte, mußte er doch den jüdischenGesandten Alfonso's freundlich empfangen. Als sich Jbn-Alfacharzur Audienz bei Almostansir's Wesir begab, um sein Beglaubigungs-schreiben zu überreichen, wurde er durch zauberhafte Gärten desPalastes geführt, wo Pracht und Duft die Sinne gefangen nahmen.Der Gärtner war aber ebenso häßlich, wie der Garten schön. Aufdie Frage des Wesirs, wie ihm der Garten gefiele, antwortete Jbn-Alfachar: „Ich würde ihn unbedingt für das Paradies halten, wennich nicht wüßte, daß dasselbe von einem schönen Engel (Redwan) bewachtwird, während dieser Garten einen häßlichen Teufel (Malek), der zurHölle führt, zum Hüter hat." Der Wesir lachte über diesen witzigenVergleich und hielt es der Mühe Werth, ihn Almostansir mitzutheilen.Dieser bemerkte nun gegen den jüdischen Botschafter: Der häßlichePförtner sei geflissentlich gewählt worden, um dem Juden den Ein-tritt in dieses Paradies zu erleichtern, denn ein Redwan würdeeinen Ungläubigen gar nicht hineingelassen haben. — Auch ein Ver-wandter desselben Juda b. Joseph Jbn-Alfachar führte den Titel„Fürst" i).
Obwohl die beiden Mäcene Toledo's in dieser Zeit, Jbn-Schoschanund Jbn-Alfachar, selbst talmndkundig waren und die talmudische Ge-lehrsamkeit unterstützten, so gedieh doch das Talmudstudium im hohenStyle, wie AlfLßi, seine Jünger und Raschi's Schule es betrieben,in der spanischen Hauptstadt nicht. Toledo hat keinen einzigen
sich annähernd aus dem Umstand, daß der Dichter Jehuda b. Isaak seineweibsrfeindliche Satyre (Ninobab äsbuäa) 1218 dem Abr. Ha-Jozer — Alfacharwidmete (Laara 2sllsnira 12). Da nun Alf. nach seinem Epitaph. Mittw.25. Lobst starb, so war die Jahresform seines Sterbejahres nrw, rwzoder wz. Diese Jahresformen kommen nach 1218 erst vor 1224, 1228, 1231.Im letzten Jahre war er sicherlich bereits todt.
h Maimunische Briefsammlung sä. ^mst. x. 23.