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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Geschichte der Juden.

gerufen wurden, die Verteidigung derselben überlassen. Diese wirreblutige Zeit war der Geistescultur nicht günstig. Denn die spanischenJuden blieben nicht wie die deutschen und französischen bei dm politischenHändeln und Kriegen gleichgültige Zuschauer, sondern nahmen daran füroder wider den lebhaftesten Antheil. Die Juden Granada's betheiligtensich an einer Verschwörung, welche die Nationalaraber, die von ihrerMacht gestürzten Almoraviden, die Christen und überhaupt alle Un-zufriedenen gemeinschaftlich und einträchtig anzettelten, um die Herr-schaft der verfolgnngssüchtigen Almohaden zu stürzen. Der Stützpunktsollte die Stadt Granada sein, welche unter allen Städten Andalusiensam spätesten von den almohadischen Berbern erobert wurde. DieSeele der Verschwörung waren zwei unzufriedene Anführer, Jbn-Mardansch und Jbn-Hnmschuh. Sie rückten mit einer zahlreichen

Schaar vor Granada, und die Juden dieser Stadt, unter dem Com-mando eines gewissen Sachr Jbn-Ruiz Jbn-Dahri, erleichterten ihnendie Eroberung der wichtigen Stadt <1162). Indessen mißlang dasUnternehmen, die Almohaden wurden wieder Herren Granada's, unddie Juden, welche in ihre Hände fielen, wurden sicherlich hart bestraft Z.

Indessen wurde die jüdische Wissenschaft von der Ungunst derZeiten in fast allen Ländern der Zerstreuung keineswegs erdrückt, sietrieb vielmehr neue Blüthen und stand noch immer an der Spitze derCultur. Zwei Männer, beide aus Toledo, fügten zu dem altenRuhme neuen hinzu. Es war Abraham Jbn-Dand und Abra-ham Jbn-Esra, ungleich an Charakter, Streben und Lcbens-schicksal, aber gleich in Liebe zum Jndenthum und zur Wissenschaft.Abraham Jbn-Dand Halevi (geb. um 1110, st. als Märtyrer 1180")stammte mütterlicherseits von dem Fürsten Isaak Jbn-Albalia. lieberden Gang seiner Jugendbildung und seine Erlebnisse ist nichts bekannt.Er war indeß nicht bloß im Talmud, sondern auch in sämmtlichenFachwissenschaften damaliger Zeit vollständig heimisch und verlegtesich auch, was die spanischen Inden gering schätzten, ans die Kenntnißder Geschichte, der jüdischen wie der allgemeinen, soweit ihm dieQuellen bei dem dürftigen Stand derselben im Mittelalter zugänglichwaren. Als Mann trieb er die Arzneikunde und vertiefte sich in dieWissenschaften. Jbn-Dand war kein tiefer, scharfsinniger Kopf, um

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Bei Gayangos, blstor^ ol Ibs maliomslan clynastiss II appsnäixIV. x. 23.

2) Sein Geburtsjahr ergiebt sich daraus, daß er Jünger war des 1125verstorbenen Baruch Albalia. Die Lesart imi pn haben Handschriften und auchFilipowski's llovliLsin; die Lesart im'i --- Dior ist eine Corruptet Daß erArzt war, folgt aus seinen anatomischen Kenntnissen in Hrnurmb Rarrmlr.