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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Geschichte der Juden.

Fanatismus der Deutschen gegen die Juden; er glaubte ein frommesWerk zu vollbringen, die Bekehrung oder Vernichtung der Ungläubigendurchzusetzen. Von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf zog Rudolph,den Kreuzzug predigend, und flocht in seine Predigten die Mahnungein, der Kreuzzug müsse mit den Juden beginnen. Es wäre dendeutschen Juden diesmal noch schlimmer ergangen, als das erste Mal,wenn der Kaiser Konrad, der Anfangs eine tiefe Abneigung gegen dieSchwärmerei des Krenzzuges empfand, nicht für die Sicherheit derJuden gesorgt hätte. In seinen Erblanden räumte er ihnen die StadtNürnberg und einige andere Festungen als Asyle einU, wo sie dieHand der aufgeregten Kreuzfahrer nicht erreichen konnte, lieber dasGebiet der Fürsten und Prälaten konnte er zwar nicht verfügen; aberer scheint Allen eingeschärft zu haben, die Inden kräftig zu schützen.Indessen hatte das Wort des Kaisers damals keine überwältigendeAutorität. Im August 1146 fielen die ersten Opfer der von Rudolphaufgestachelten Verfolgnugssucht; ein Mann, Simon der Frommeans Trier, welcher, aus England heimkehrend, in Köln weilte, wurdevon den Wallfahrern im Augenblicke, als er ein Schiff besteigen wollte,angepackt, zur Taufe gezwungen und auf seine Weigerung ermordetund verstümmelt; ferner eine Frau Miuna aus Speier, welchestandhaft schaudererregende Folterqualen erlitt und doch ihrem Glaubentreu blieb. Diese Vorgänge nölhigten die Juden des Rheinlandes,sich nach Schutz umzusehen; sie zahlten bedeutende Summen an dieFürsten, damit ihnen Burgen und Schlösser zu ihrer Sicherheit ein-geräumt würden. Der Kardinal-Bischof Arnold von Köln, edelund menschlich gesinnt wie sein Vorgänger Hermann zur Zeit des erstenKrenzzuges, übergab ihnen die Burg Wolken bürg bei Königswinterund gestattete ihnen, sich mit Waffen zu vertheidigen. Wolkenburgwurde eine Zufluchtsstätte für viele Gemeinden des Landes. AuchStaleke bei Bacharach wurde ihnen zum Schutz überlassen. So langedie Juden in ihrem Asyle weilten, waren sie geborgen, sobald sie sichaber daraus entfernten, um sich nach ihren Angelegenheiten umzusehen,lauerten Wallbrüdcr ihnen auf, schleppten sie zur Taufe und tödtetendiejenigen unter unmenschlicher Mißhandlung, welche sich widcrsctztcnDen Kirchenfürsten des Rheins waren aber die aufrührerischen Kreuz-zugspredigten des Mönches Rudolph und das Gemetzel an den Judenwiderwärtig, zumal dadurch überall Zwistigkeiten und Reibungen ent-standen, und Rudolph das Volk geradezu zum Ungehorsam gegen die

ff Otto von Freisingen äs Mstüs Ursäsrioi I. B, I. s. 37.

ff Ephraim aus Bonn das.