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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Jehnda Halevi's Wallfahrt nach Palästina.

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Andenken, den er annahm; seinen Dank dafür sprach er in einem Ge-dichte aus. Dem Dichter Jehnda Jbn-Giat, den er nicht sprechenkonnte, hinterließ er ein schönes Gedicht, worin er zugleich den Grana-densern für die Aufmerksamkeit dankte ^). Mit einigen treuen Be-gleitern schiffte er sich auf ein Fahrzeug ein, das nach Egyptensegelte (um 1141). In die enge Bretterwelt eingeschlossen, wo erkeinen Raum fand zu sitzen und zu liegen, ansgesetzt den gemeinenSpäßen roher Seeleute, seekrank und gebrochenen Körpers, hatte seineSeele doch die Flugkraft, sich zu lichten Kreisen zu erheben. SeineIdeale waren seine treuesten Begleiter. Die Stürme, welche dasSchiff wie einen Kinderball den Wellen znschleuderten undzwischenihm und dem Tode nur eine Spanne ließen", entlockten seiner BrustSeelieder, die au Wahrheit der Schilderung und Gefühlstiefe wenigSeitenstücke haben ^).

Das Meer stürmt, meine Seele ist froh.

Sie naht sich dem Tempel ihres Gottes!"

Durch widrige Winde verzögert, mußte gegen das Hütteufest(September) das Schiff in Alexandrien in den Hafen cinlaufen, undJehuva begab sich zu Religionsgenoffen mit dem festen Entschlüsse,nur kurze Zeit unter ihnen zu weilen und das Ziel seiner Reise nichtaus den Augen zu lassen. Aber kaum wurde sein Name genannt,so flogen ihm die Herzen zu. Der angesehenste Mann der alexan-drinischen Gemeinde, der Arzt und Rabbiner Aaron-Ben-ZionJbn-Alämüni, mit Glücksgütern und Söhnen gesegnet und selbstliturgischer Dichter, beeilte sich ihn als einen hohen Gast in sein Hausaufzunehmen, ihm die höchsten Ehren zu erweisen und ihm und seinenBegleitern sein gastfreundliches Haus zur Verfügung zu stellen. Unterder sorglichen Pflege herzlicher Freunde erholte er sich von der See-reise und drückte seine Dankbarkeit in schöngeformten hebräischenKaziden aus. Das Haus Jbu-AlämLui's gab sich so viel Mühe, ihnzu fesseln, daß er trotz seiner Sehnsucht statt weniger Tage nahe andrei Monate, bis znm Chanukafeste, in Alexandrien blieb ^). MitGewalt riß er sich vom Herzen so lieber Freunde los, um nach derHafenstadt Damiette zu reisen, wo er einen guten Freund Abu Saidb. Chalfou Halevi hatte, mit dem er schon von Spanien ausbekannt war"). Aber er mußte seine Reise ändern; denn der jüdische

fl Das. 19.

fl Folgt aus dem Brief an Samuel Abu-Manßur das 111.fl Das. 6267.fl Lstulat 77 ff., 83, III.fl Das. 89. Luzzatto's Anmerkung.