Fünftes Kapitel.
Drittes rabbinisches Zeitalter.
Epoche des Joseph sssbn-Migasch und des Yehuda Halevi,j)bn - Lsra's und N. Tam's. Höhepunkt der jüdisch-spanischen Kultur.
Lage der Juden unter den Almoraviden. Die jüdischen Wesire, Jbn-Almuallem,Jbn-Kamnial, Jbn-Mohag'ar. Der Polizeiminister und Astronom Abrahamb. Chija. Die Rabbinen Joseph Jbn-Sahal, Baruch Jbn-Albalia, JosephJbn-Zadik, Joseph Jbn-Migasch. Die Dichter Jbn-Tabben, Jbn-Sakbslund Jbn-Esra.
1105 — 1140.
In Südspanien, wo die Cultur heimisch war, herrschten in derersten Hälfte des zwölften Jahrhunderts die Almoraviden (Mora-bethen). Unter diesen lebten die Juden in gesicherter Ruhe; dennsie waren keine Fanatiker. Nur ein einziges Mal setzte sich deralmoravische Fürst der Gläubigen Jussuff Jbn-Teschusin in den Kopf,die Juden seines Gebietes zur Annahme des Islam zu zwingen.Als er nämlich durch Lucena reiste und die reichbevölkerte jüdischeGemeinde wahruahm, welche durch AlfLßi die tonangebende inSpanien geworden war, ließ ir deren Vertreter zusammenrufen undverkündete ihnen Folgendes: Er habe in einem Buche eines moham-medanischen Theologen gelesen, Mohammev habe den Juden nurReligionsfreiheit bewilligt unter der Bedingung, daß der von ihnenerwartete Messias innerhalb eines halben Jahrtausends eintreffcnwerde. Sollte derselbe bis zum Jahre 500 der Hegira nicht er-scheinen, dann müßten die Inden ohne Widerrede Mohammed als denletzten Propheten anerkennen und den Islam annehmen. Die Juden seiendamals diese Bedingung eingegangen. Da nun diese Frist beinahe ab-gelaufen sei, so verlangte er, der Fürst der Gläubigen, daß sie dieseBedingung erfüllen mögen, sonst würde er ihnen den bis dahin ein-geräumten Schutz entziehen und sie für vogelfrei erklären (1105).Indessen brachten ihn die von den Juden Luceua's zusammcugebrachtenSummen und der kluge Wesir Abdallah Jbn-Ali von diesem Vor-haben ab*).
0 Oouäs la cloratimoiou sie. II. o. 23. p 108.
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